Das denkt Ex-Nationalspieler Häßler über die WM 2026: "Wir haben eine tolle Mannschaft, aber..."

Berlin - Am Donnerstag startet die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Der frühere Nationalspieler Thomas Häßler (60) hat schon jetzt einen klaren Gewinner im Blick.

Im Interview mit TAG24 äußerte Thomas Häßler (60) seine Gedanken zur Fußball-WM 2026.  © TAG24

"Wir haben eine tolle Mannschaft (...). Also wenn die Einstellung stimmt und sich jeder unterordnet für den Erfolg, dann kann das Team ganz weit kommen. Und wenn nicht sogar Weltmeister werden", erklärte der 60-Jährige gegenüber TAG24.

Neben dem Wunsch, dass Deutschland weit kommt, traut er den Titelgewinn auch einem südamerikanischen Team zu. "Argentinien, wie damals. Das wäre nicht schlecht", so Häßler.

Mit "Damals" meint er die Weltmeisterschaft 1986, als Deutschland im Finale auf Argentinien traf und mit 2:3 gegen die Südamerikaner verlor. Häßler spielte zu dieser Zeit noch nicht im Nationalteam, war aber bereits beim 1. FC Köln aktiv und zählte zu den potenziellen Kandidaten für die Nationalmannschaft.

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Sein erstes großes Turnier war dann die WM 1990 in Italien - und Deutschland wurde Weltmeister.

Heute sei der Fußball jedoch ein anderer als damals: "Ich war vor kurzem bei unserer Doku-Vorstellung zur WM 1990, das ist jetzt 36 Jahre her. Die Atmosphäre damals kann man natürlich nicht mit der heutigen Zeit vergleichen. Es hat sich ja auch viel verändert in den letzten Jahren."

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Thomas Häßler (damals 24) und sein Mitspieler, der 2024 verstorbene Andreas Brehme (damals 30), feierten 1990 begeistert den Gewinn der Weltmeisterschaft.  © picture alliance / Frank Kleefeldt/dpa

Thomas Häßler: Vom Nationalspieler zum Trainer

Thomas Häßler (60) trainiert seit 2024 den achtklassigen FC Spandau 06 in Berlin.  © Matthias Koch/dpa

Insgesamt elf Jahre und 101 Länderspiele kickte "Icke" Häßler, wie ihn seine Fans nannten, für die deutsche Nationalmannschaft. Nach der EM 2000 in den Niederlanden und Belgien beendete Häßler seine Deutschland-Karriere.

Seine Fußballschuhe hängte er am 22. August 2005 nach seinem Abschiedsspiel in Köln an den Nagel. Bis dahin spielte Häßler unter anderem für den 1. FC Köln, AS Rom, Karlsruhe, Dortmund und 1860 München.

Danach war der gebürtige Berliner in verschiedenen Vereinen als Trainer tätig. Seit Sommer 2024 betreut er den achtklassigen FC Spandau 06 in der Berliner Bezirksliga.

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Diese Tätigkeit musste er jedoch kurzzeitig unterbrechen, da er unter einem Gedächtnisverlust und einem Tinnitus litt. Die genaue Ursache konnte nie eindeutig geklärt werden, vermutet wurde ein Burnout.

Heute gehe es ihm wieder gut. "Ich habe meinen Lebensmut nicht verloren und bin immer noch der Gleiche", betonte Häßler vor kurzem.

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