Kansas City (USA) - Alle Welt schwärmt von seiner Drei-Tore-Gala beim Auftaktsieg Argentiniens gegen Algerien (3:0) bei der WM 2026, doch ein übler Tritt von Weltstar Lionel Messi (38) sorgt für heftige Diskussionen.
Der Kapitän der Gauchos bewies eindrucksvoll, dass er noch nicht zu alt für den ganz großen Fußball ist, sondern ließ die Fußballfachleute bei seinen drei Treffern staunen.
Allerdings trübte eine unfaire Aktion des Profis von Inter Miami den Gala-Auftritt. In der 31. Minute hatte Lionel Messi Gegenspieler Aissa Mandi (34) ganz böse von hinten in die Wade getreten, ohne eine Möglichkeit, den Ball zu spielen.
Nicht nur nach dem Geschmack der Algerier hätte es für diese Aktion eine Rote Karte geben müssen, die natürlich Folgen während des Turniers für Messi und sein Land gehabt hätte. "Das ist eigentlich regeltechnisch eine Rote Karte. Wenn ich das so auf dem Platz wahrgenommen hätte, hätte ich Rot gegeben", meinte auch Schiedsrichter-Experte Pattrick Ittrich (47) im "Breakfast Club" bei "Magenta TV".
Der Unparteiische, der seine Karriere im Sommer beendet hat, sah mindestens zwei von drei Kriterien für einen Platzverweis erfüllt. "Die Chance, den Ball zu spielen, hat er nullkommanull, weil er von hinten reinrennt. Das Trefferbild sieht ganz übel aus, das ist die offene Sohle in die Achillessehne rein", so Ittrich.
Pattrick Ittrich sieht keinen FIFA-Bonus für Lionel Messi
Einzig die Dynamik habe gefehlt und der Schiedsrichter sieht darin den Grund, weshalb sich der Video-Schiedsrichter nicht einschaltete.
"Dann siehst du diese Szene und denkst: erstes Spiel Messi, eigentlich sind zwei von drei Kriterien erfüllt. Dann hast du erst mal ein paar Schweißperlen auf der Stirn. Dann versuchst du das irgendwie auszuhalten und dort nicht reinzugehen", versuchte Patrick Ittrich Verständnis für die Entscheidung im Videoraum aufzubringen.
Trotzdem ist er der Überzeugung, dass die Entscheidung nicht zurückgenommen worden wäre, hätte der Schiedsrichter auf dem Feld direkt die Rote Karte gezeigt, weil keine krasse Fehlentscheidung vorgelegen hätte.
In den Kommentarspalten vermuteten User einen Messi-Bonus, doch dem widersprach Ittrich vehement. "Da ist keiner von der FIFA, der von hinten reingerufen kommt und sagt: 'Ey, es ist Messi.' Das wird so nicht passieren. Da müssen wir uns nichts zurechtmalen."
So können sich die Fans trotz des faden Beigeschmacks am kommenden Montag (22. Juni, 19 Uhr) in Dallas gegen Österreich auf die nächste Gala von Lionel Messi freuen.