Zwei Dinge fehlen: Ex-Bundestrainer Löw glaubt nicht an deutschen WM-Titel

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USA/Mexiko/Kanada - Zweifel beim Weltmeister-Trainer! Mit dem 7:1-Sieg gegen Curaçao zum Auftakt hat die deutsche Nationalmannschaft ihre Pflichtaufgabe mit Bravour gelöst und gleichzeitig auch schon etwas WM-Euphorie entfacht. Für Joachim Löw (66) reicht das aber noch nicht, um zum Kreis der absoluten Titelfavoriten zu zählen.

Joachim Löw (66) zählt Deutschland bei der laufenden WM nicht zum Favoritenkreis.
Joachim Löw (66) zählt Deutschland bei der laufenden WM nicht zum Favoritenkreis.  © SILAS STEIN / AFP

"Die Mannschaft hat viel Qualität, aber noch nicht die Stabilität, die es braucht, um Titel zu gewinnen", urteilte der ehemalige Bundestrainer in der neuen TikTok-Liveshow "Kroos & Kroos: Die WM unter der Lupe" vom Montagabend mit Toni (36) und Felix Kroos (35).

Das zeigte sich selbst gegen den bislang kleinsten WM-Teilnehmer der Geschichte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Livano Comenencia (22) in der 21. Minute war der DFB-Elf bis zur erneuten Führung (38. Minute) eine gewisse Unsicherheit anzumerken.

"Sie lässt häufig den Gegner ein bisschen zurückkommen", befand Löw. "Wenn wir es hinbekommen, stabil zu sein, solche Widerstände zu überwinden und mehr Orientierung, mehr Klarheit über 90 Minuten zu zeigen, dann gehören wir zum Favoritenkreis."

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Dazu brauche es "Persönlichkeiten, wie wir sie 2014 hatten", erklärte der 66-Jährige. Kapitän Joshua Kimmich (31) und Rückkehrer Manuel Neuer (40) reichen dem Schwarzwälder dabei nicht.

"Wir brauchen schon noch ein paar mehr", forderte der Weltmeister-Macher.

Joachim Löw schwärmt von seinen Weltmeistern

Toni Kroos (36, l.) spielte jahrelang unter Joachim Löw in der deutschen Nationalmannschaft - und sprach nun mit seinem Ex-Coach über die WM 2026.
Toni Kroos (36, l.) spielte jahrelang unter Joachim Löw in der deutschen Nationalmannschaft - und sprach nun mit seinem Ex-Coach über die WM 2026.  © Fabrice COFFRINI / AFP

Beim Blick auf seine Rio-Helden geriet der Ex-Nationaltrainer da schon viel eher ins Schwärmen.

"Manu (Neuer) hat das Spiel auf eine andere Dimension gehoben als Torhüter. Mats Hummels und Jerome (Boateng) haben viel wegverteidigt. Philipp (Lahm) und der Toni (Kroos), ihr wart so die strategischen Köpfe. Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger waren vielleicht so ein bisschen die emotionalen Leader. Der Miro (Klose) mit seiner Klasse", zählte Löw seine Säulen auf.

"Wir haben ein sehr gutes Gerüst gehabt, das vieles aufgefangen hat", bewertete er die Weltmeister von 2014.

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So weit sieht er die aktuelle Truppe von Julian Nagelsmann (38) noch nicht, allerdings gefällt ihm die mutige und innovative Entwicklung seit der Heim-EM 2024. "Wir waren ein paar Jahre nicht auf dem allerhöchsten Niveau. Aber jetzt habe ich das Gefühl, dass wir wieder eine gute Idee haben, Dynamik, eine gewisse Kreativität", lobte Löw.

Nach der 7:1-Gala gegen Curaçao dürfe man sich aber dennoch "nicht im siebten Himmel wähnen. Das war sicher der leichteste Gegner bei dieser WM", mahnte der Trainer-Routinier.

Titelfoto: SILAS STEIN / AFP

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