Irre! Trump-Gesandter hat einen "Traum": Italien soll statt Iran zur WM 2026
Rom (Italien) - Italien hat einen aus den USA kommenden Vorschlag zurückgewiesen, wonach das Nationalteam des Landes anstelle des Iran an der Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen soll.
Sportminister Andrea Abodi (66) verwies zur Begründung am Donnerstag darauf, dass sich Italien nicht für das im Sommer unter anderem in den USA stattfindende Turnier qualifiziert habe und ihm eine Teilnahme deshalb nicht zustehe.
"Erstens, es ist nicht möglich. Und zweitens ist es nicht angebracht - man qualifiziert sich auf dem Rasen", sagte Abodi laut Berichten der italienischen Nachrichtenagenturen Ansa und AGI zu dem US-Vorschlag.
Ein Gesandter von US-Präsident Donald Trump (79) hatte einem Bericht zufolge zuvor den Weltfußballverband Fifa gebeten, den Iran bei der Fußball-WM durch Italien zu ersetzen.
Der US-Sondergesandte Paolo Zampolli (56) sagte der "Financial Times", es wäre ein "Traum", den viermaligen Weltmeister Italien bei dem Turnier zu sehen. Italien hat sich aber nicht qualifiziert, es war im vergangenen Monat in den Playoffs an Bosnien-Herzegowina gescheitert.
Italien hin oder her - ob der Iran an der WM teilnimmt, ist aktuell noch unklar
Der Iran dagegen hat sich für die Fußball-WM qualifiziert. Ob die Nationalmannschaft angesichts des Krieges der USA und Israels gegen den Iran aber wirklich an dem Turnier teilnimmt, ist derzeit völlig unklar. Der iranische Fußballverband FFIRI hatte unlängst erklärt, er verhandele mit der Fifa, um die WM-Spiele des Landes von den USA nach Mexiko zu verlegen.
Nach derzeitigem WM-Spielplan sind für den Iran zwei Partien in Los Angeles und eine Begegnung in Seattle angesetzt, das Teamquartier soll in Tucson im Bundesstaat Arizona sein.
Die Weltmeisterschaft findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada statt.
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