Matthäus fordert Füllkrug in der DFB-Startelf: Lahm widerspricht

München/Doha - Der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (61) wünscht sich einen Startelfeinsatz von Spanien-Held Niclas Füllkrug (29) im WM-Gruppenfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Costa Rica.

Lothar Matthäus (61, l.) empfiehlt Bundestrainer Hansi Flick (57), Füllkrug in die Startelf zu beordern.
Lothar Matthäus (61, l.) empfiehlt Bundestrainer Hansi Flick (57), Füllkrug in die Startelf zu beordern.  © Christian Charisius/dpa

"Er ist der, der uns vorne in der Box fehlt, das habe ich schon vorher gesagt. Gegen Costa Rica müsste er eigentlich von Anfang an spielen", sagte Matthäus der Bild.

Philipp Lahm (39) widersprach. Für Füllkrug spreche zwar "das Momentum", schrieb er in seiner Kolumne für das RedaktionsNetzwerk Deutschland, aber: "Ich persönlich würde ihn trotzdem weiter als Joker sehen, der mit der Überzeugung reinkommt, auch in kurzer Zeit zu treffen."

Aus Sicht des Weltmeister-Kapitäns von 2014 haben Thomas Müller (33) oder Kai Havertz (23) "die höhere Qualität".

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Joker Füllkrug hatte die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick (57) mit seinem Treffer zum Endstand gegen Spanien (1:1) vor der zweiten Niederlage im zweiten Spiel bei der WM in Katar bewahrt.

"Es war ja nicht nur das Tor, er war auch an anderen guten Szenen beteiligt", sagte Matthäus und fügte in seiner Sky-Kolumne mit Blick auf das Spiel am Donnerstag (20 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) an:

"Wenn man mit einem richtigen Neuner spielen will, der vorne knipst, dann ist Füllkrug die richtige Wahl."

WM 2022: Niklas Füllkrug besser als Joker?

Niclas Füllkrug (29) jubelt über seinen wichtigen Treffer zum 1:1 gegen Spanien.
Niclas Füllkrug (29) jubelt über seinen wichtigen Treffer zum 1:1 gegen Spanien.  © Robert Michael/dpa

Doch ob Flick wirklich von Anfang an auf den Torjäger des Bundesligisten Werder Bremen setzen wird, ist offen.

Den 29-Jährigen ins Sturmzentrum zu stellen, sei "kein Allheilmittel", sagte Assistenztrainer Marcus Sorg (56). Man müsse sehen, "welche Wirkung welcher Spieler zu welchem Zeitpunkt hat. Man sollte diese Wirkung nicht verlieren."

Diesen Effekt hatte Füllkrug sowohl in seinem Länderspieldebüt bei der WM-Generalprobe im Oman (1:0) als auch gegen Spanien als Einwechselspieler.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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