Mega-Aufreger bei WM-Spiel! Rief Serbiens Trainer "Ich fi**e eure albanischen Mütter"?

Katar - Am Freitagabend traf Serbien im letzten Gruppenspiel bei der WM auf die Schweiz. Die Partie zwischen den beiden Nationen gilt seit Jahren als politisch schwer geladen. Serbiens Trainer Dragan Stojkovic (57) soll nun am Rande des Spiels für einen Mega-Aufreger gesorgt haben.

Heftige Entgleisung bei Dragan Stojkovic (57)! Hat er Schweizer Spieler mit albanischen Wurzeln beleidigt?
Heftige Entgleisung bei Dragan Stojkovic (57)! Hat er Schweizer Spieler mit albanischen Wurzeln beleidigt?  © ANDREJ ISAKOVIC / AFP

Hintergrund der ganzen Brisanz um die Partie: Serbien erkennt den Kosovo nicht als Staat an und will seine frühere Provinz zurück. Beide Länder gelten seither als stark verfeindet. Die Schweiz hat mit dem Ex-Gladbacher Granit Xhaka (30) und dem Ex-Bayern-Spieler Xherdan Shaqiri (31) zwei Spieler mit albanischen Wurzeln im Kader. Das sorgt für Spannung und bringt vor allem eine Menge an Provokationen mit sich.

Serbiens Trainer Dragan Stojkovic konnte seine Emotionen an diesem Abend offenbar nicht im Griff halten. Wie mehrere Medien berichten, soll der 57-Jährige beim Torjubel zum zwischenzeitlichen 2:1 für Serbien "Ich fi**e eure albanischen Mütter" vor sich hergesprochen haben.

Besonders peinlich: Dabei wurde er gerade vom Signal der FIFA eingefangen und auf der ganzen Welt übertragen. Sofort fanden sich vor allem in den sozialen Medien Lippenleser, die entschlüsseln konnten, was Stojkovic vor sich hinmurmelte.

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Der Serbien-Trainer soll das Wort "Siptar" verwendet haben, was übersetzt eine Beleidigung für Menschen mit albanischer Abstammung ist. Damit könnte der 57-Jährige eben jene beiden Spieler gemeint haben, die albanische Wurzeln besitzen: Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri.

Schon bei der WM 2018 kam es zum Eklat - Granit Xhaka provozierte mit Griff in den Schritt

Bei einer Rudelbildung vor der serbischen Bank musste Trainer Dragan Stojkovic (57, weißes Hemd) seine Spieler zurückhalten.
Bei einer Rudelbildung vor der serbischen Bank musste Trainer Dragan Stojkovic (57, weißes Hemd) seine Spieler zurückhalten.  © MANAN VATSYAYANA / AFP

Schon bei der WM 2018 in Russland waren die Schweiz und Serbien aufeinandergetroffen. Damals hatten sich die Eidgenossen mit 2:1 (0:1) durchgesetzt und die Partie in letzter Sekunde gedreht.

Auch bei diesem Spiel war es zu hitzigen Szenen gekommen: Xhaka und Shaqiri wurden von den serbischen Fans durchgehend ausgepfiffen. Als die beiden ihre Treffer für die Schweiz bejubelten, ahmten sie mit ihren Händen den albanischen Adler nach. Damit zeigten sie, dass es bei diesem Spiel um mehr ging, als nur um drei Punkte.

Am gestrigen Freitagabend wurde es aber auch neben der Szene um Dragan Stojkovic mehrmals hitzig. Xhaka griff sich zum Beispiel nach dem 3:2 für die Schweiz - der Treffer bedeutete das Ausscheiden Serbiens und das Weiterkommen der Eidgenossen - vor der serbischen Bank mit der Hand in den Schritt.

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Das sorgte für eine handfeste Rudelbildung an der Seitenlinie. Auch Stojkovic war wieder mittendrin, galt diesmal aber als Schlichter und musste seine Spieler teilweise zurückhalten. Torwarttrainer Vanja griff Xhaka sogar an den Hals, was aber vom Schiedsrichter ungeahndet blieb.

Das Duell zwischen der Schweiz und Serbien sorgte damit zum zweiten Mal in Folge bei einer WM für einen Aufreger in einem Gruppenspiel. Mal sehen, wie es 2026 bei der Weltmeisterschaft laufen wird, oder ob beide Teams dann mal nicht in derselben Gruppe spielen.

Titelfoto: ANDREJ ISAKOVIC / AFP

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