Nächster Regel-Hammer bei WM: Für DIESE Geste gibt es in Zukunft Rot!
USA - Hand vorm Mund? Rot! Was zunächst nach einem Witz klingt, wird allerdings schon bei der WM 2026 zur Realität.
Wir erinnern uns alle an die Szenen bei der WM 2022, als die deutsche Nationalmannschaft sich vor ihrem Gruppenspiel aus Protest gegen die Austragung in Katar und das Verbot der Regenbogenbinde geschlossen den Mund zuhielt.
Würde in Zukunft also gar kein Spiel mehr stattfinden, weil alle Spieler schon vor Anpfiff vom Platz verwiesen werden? Nicht ganz!
Bei einem Treffen des International Football Association Board (IFAB) am Dienstag beschloss das Gremium nämlich, das Bedecken des Mundes etwa mit dem Trikot oder mit der Hand bei einer Auseinandersetzung mit einem Gegenspieler "nach Ermessen des Wettbewerbsorganisators" mit einer Hinausstellung zu bestrafen.
Damit soll diskriminierendes und unangemessenes Verhalten unterbunden werden, die Regel greift schon ab der WM 2026.
Auslöser für diese Entscheidung war ein Vorfall in den Champions-League-Play-offs, als Benfica Lissabons Gianluca Prestianni (20) Real Madrids Vinícius Júnior (25) mutmaßlich rassistisch beleidigte. Dabei zog er sich das Trikot vor den Mund, wohl damit ihm kein Lippenleser etwas nachweisen konnte.
FIFA-Präsident Gianni Infantino will mit neuer Regel Ernst im Kampf gegen Rassismus machen
Schon kurz nach dem Eklat hatte sich FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) in die Diskussion eingemischt.
"Es muss vermutet werden, dass ein Spieler etwas gesagt hat, das er nicht hätte sagen dürfen – sonst hätte er seinen Mund nicht bedecken müssen", sagte der Italiener damals: "Ich verstehe es einfach nicht. Wenn man nichts zu verbergen hat, dann versteckt man seinen Mund nicht, wenn man etwas sagt."
Spieler dafür mit einer Roten Karte zu bestrafen, sei eine Maßnahme, "die wir ergreifen können und die wir ergreifen müssen, wenn wir es mit unserem Kampf gegen Rassismus ernst meinen".
Der FIFA-Boss brachte das Thema deshalb schon im Februar bei einem Meeting des IFAB an, am Dienstag wurde der Beschluss dann in die Tat umgesetzt.
Die deutsche Nationalmannschaft könnte also, wenn sie denn wollte, auch in den USA mit einer Mund-zu-Geste gegen den Austragungsort protestieren ...
Titelfoto: PATRICIA DE MELO MOREIRA / AFP

