Nationalspielerin macht nach Fehlgeburt "Hölle" durch: Teamärzte retteten ihr das Leben

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Birmingham (England) - Ende März machte Englands Nationalspielerin Missy Bo Kearns (25) öffentlich, dass sie eine Fehlgeburt erlitten hatte - nur wenige Wochen, nachdem die Mittelfeldspielerin ihre Schwangerschaft mit ihrem Partner Liam Walsh (28) vom englischen Drittligisten Luton Town bekannt gegeben hatte. Jetzt spricht die 25-Jährige erstmals über die "Hölle", die sie in den vergangenen Wochen durchgemacht hat.

Englands Nationalspielerin Missy Bo Kearns (25) erlitt vor wenigen Wochen eine Fehlgeburt.
Englands Nationalspielerin Missy Bo Kearns (25) erlitt vor wenigen Wochen eine Fehlgeburt.  © IMAGO / Shutterstock

Sie habe auf dem Trainingsgelände ihres Klubs Aston Villa vorbeigeschaut, als sie plötzlich zu zittern begonnen habe, erzählte Kearns bei ITV News.

"Das war einer der größten Schocks meines Lebens. Ich dachte, es wäre einfach nur ein Schwangerschaftssymptom, und dann kam die Ärztin herein und maß meine Temperatur", sagte die Mittelfeldspielerin: "Ich hatte 42 Grad Fieber, aber ich zitterte."

Mannschaftsärztin Jodie Blackadder-Weinstein habe ihr sofort gesagt, sie solle ihren Partner anrufen, und habe die beiden ins Krankenhaus geschickt: "Wir fuhren hin, und dort erfuhren wir sofort, dass wir das Baby verloren hatten und dass ich eine Sepsis hatte."

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Wie schwierig die Zeit für sie wirklich war, wurde ihr erst in den darauffolgenden Wochen klar: "Wir mussten so etwa drei, vier Tage lang die Hölle im Krankenhaus durchmachen, wir beide, dort oben in Birmingham. Ich glaube, uns war gar nicht bewusst, was wir alles durchgemacht haben, bis jetzt, wo man erst einmal Abstand gewonnen hat."

Missy Bo Kearns möchte nach ihrer Fehlgeburt eine Botschaft verbreiten

Die Mittelfeldspielerin spricht erstmals über die traumatischen Erfahrungen, die sie machen musste.
Die Mittelfeldspielerin spricht erstmals über die traumatischen Erfahrungen, die sie machen musste.  © ADRIAN DENNIS / AFP

Dabei hätten die Villa-Ärzte ihr möglicherweise das Leben gerettet, sagte die 25-Jährige: Wenn sie an dem Tag zu Hause gewesen wäre, hätte sie sich womöglich einfach nur mit grippeartigen Symptomen ins Bett gelegt, während sie eigentlich eine Blutvergiftung hatte.

In diesem Moment hatte das für sie aber überhaupt keine Rolle gespielt: "Während ich daran litt, habe ich gar nicht an die Sepsis gedacht. Ich dachte nur: 'Ich habe mein Kind verloren.'"

Dabei begleiteten sie die ganze Zeit Gedanken daran, ob sie etwas falsch gemacht oder übersehen habe oder etwas hätte anders machen können.

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"Aber das ist nicht so, und ich hoffe, dass die Menschen da draußen, die das Gleiche durchgemacht haben, wissen, dass es so sein soll, wie es ist, und dass es aus einem bestimmten Grund geschieht, auch wenn es so schwer ist, sich damit abzufinden. Man kann nichts tun, um es aufzuhalten oder zu verhindern", erklärte Kearns: "Das ist eine Botschaft, die ich gerne verbreiten möchte."

Titelfoto: IMAGO / Shutterstock

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