Tränen nach verlorenen Pokalfinale: Alex Popp weint um verstorbenen Papa

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Köln - 14 Jahre beim VfL Wolfsburg enden für DFB-Ikone Alexandra Popp (35) nicht mit dem erhofften 14. Pokalsieg, sondern mit einer heftigen 0:4-Pleite gegen den FC Bayern. Im Anschluss flossen bei der Stürmerin die Tränen - nicht nur wegen der Niederlage.

Alexandra Popp (35) konnte nach dem Abpfiff die Tränen nicht zurückhalten.
Alexandra Popp (35) konnte nach dem Abpfiff die Tränen nicht zurückhalten.  © IMAGO / Oliver Vogler

Denn während zahlreiche Freunde und Familienmitglieder die 35-Jährige bei ihrem wohl letzten Pokalfinale anfeuerten, fehlte ein ganz besonderer Mensch: ihr Papa, der im Dezember 2022 nach schwerer Krankheit verstorben war.

"Ich glaube, mein Papa ist extrem stolz, und heute ist ja auch noch Vatertag", sagte Popp mit erstickter Stimme und Tränen in den Augen bei Sky: "Leider konnte ich ihn nicht beschenken."

Ihr Vater sei ihr größter Kritiker, aber auch ihr größter Förderer gewesen: "Von daher bin ich ihm sehr, sehr dankbar. Und gleichzeitig wird er auch sehr, sehr stolz sein, dass ich hier mit 13 Pokalsiegen einen Abgang mache."

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Popp wechselt im Sommer nach 14 Jahren bei den Wölfinnen zu Borussia Dortmund und wird dort in der Regionalliga spielen. Die Niederlage gegen die Münchnerinnen war für Popp die erste Niederlage in ihrer Karriere in einem Pokalfinale, bei ihren 13 Teilnahmen zuvor (zwei mit Duisburg, elf mit Wolfsburg) hatte sie jeweils den Titel geholt.

Letztes Pokalfinale für Alexandra Popp extrem emotional

Für Popp endet ihre DFB-Pokal-Reise in der ersten Finalniederlage überhaupt.
Für Popp endet ihre DFB-Pokal-Reise in der ersten Finalniederlage überhaupt.  © Fabian Strauch/dpa

Auch deshalb liefen der langjährigen DFB-Kapitänin nach der Siegerehrung die Tränen übers Gesicht, sie verschwand kurz in die Kabine, um sich zu fassen.

"Jeder hat gesehen, wie emotional dieses Spiel für mich war und dass ich nach dem Schlusspfiff in Tränen ausgebrochen bin", sagte Popp später in der Mixed-Zone.

"Auf der einen Seite, weil die Enttäuschung extrem groß ist. Auf der anderen Seite auch, weil es mein letztes Pokalfinale gewesen sein könnte. Ich habe einfach eine enge Bindung zum DFB-Pokal und zu diesem Endspiel in Köln aufgebaut. Es ist einfach extrem viel zusammengekommen."

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Eigentlich wollte sie ihr vermutlich letztes Pokalfinale und vorletztes Spiel für die Wölfinnen märchenhaft mit dem 14. Triumph abschließen, doch so weit kam es nicht.

Man müsse sportlich betrachtet "neidlos anerkennen, dass uns die Bayern überholt haben", zollte Popp dem Gegner ihren Respekt.

Titelfoto: IMAGO / Oliver Vogler

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