Brüssel (Belgien) - Diese Worte gehen unter die Haut: Lamisha Musonda (33) galt in Belgien vor einigen Jahren als großes Talent, jetzt kämpft der ehemalige Mittelfeldspieler jedoch um sein Leben - und verliert, wie er selbst mitteilt.
"Da ich gerade realisiere, dass ich nur noch ein paar Tage zu leben habe, wird mir auch klar, dass ich viele Leute an meiner Seite hatte und diese Erinnerungen immer wertschätzen werde", schrieb der 33-Jährige in einem herzzerreißenden Instagram-Post.
Anschließend enthüllte der zehnfache belgische U21-Nationalkicker, dass er mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen habe, die vergangenen Jahre für ihn sehr anstrengend gewesen seien und er deshalb auch lange die sozialen Netzwerke gemieden habe.
"Meine Familie und ich kämpfen und ich werde bis zum letzten Atemzug nicht aufgeben", versicherte er.
In dem Beitrag teilte Musonda auch zahlreiche Fotos seiner aktiven Karriere als Fußballer. "Wie ihr seht, durfte ich eine sehr schöne Jugend erleben, aber ich habe noch mehr zu bieten. Es gibt so viele wunderbare Menschen, denen ich gern persönlich danken würde, doch es tut mir leid, dass ich dazu vielleicht keine Gelegenheit mehr bekomme", schrieb der in Brüssel geborene Ex-Profi.
Lamisha Musonda bedankt sich für viele positive Nachrichten
Musonda stammt aus der Jugend des RSC Anderlecht, wo er sämtliche Nachwuchsteams durchlief, ehe er 2012 gemeinsam mit seinem Bruder Charly Musonda Jr. (29) zum FC Chelsea nach England wechselte.
Während sein jüngerer Weggefährte später immerhin sieben Profieinsätze für die "Blues" absolvierte und auch noch für Celtic Glasgow, Betis Sevilla sowie UD Levante auf höchster Ebene kickte, reichte es bei Lamisha nie zum großen Sprung.
Schon 2014 kehrte er nach 15 Einsätzen für die U21 der Westlondoner in seine belgische Heimat zur KV Mechelen zurück. Anschließend kickte er noch im Amateurbereich in Spanien und der DR Kongo, bis er seine Fußballschuhe 2020 endgültig an den Nagel hing.
In einem weiteren Post auf Instagram bedankte sich der 33-Jährige inzwischen auch für die zahlreichen Genesungswünsche, die ihn nach der tragischen Nachricht erreicht hätten und die voller "Liebe und Positivität" gewesen seien.
"Ich möchte als jemand in Erinnerung bleiben, der sich nicht von Lobeshymnen blenden ließ. Aber die guten Menschen, denen ich auf meinem Weg begegnet bin, die Teamkollegen, die Lehrer, die Trainer, die Busfahrer - für sie kämpfe ich und bleibe stark. Lasst uns jeden Tag einzeln gewinnen", so der frühere Sportler.