Horror-Foul bricht Gegner das Bein: Diese krasse Strafe bekommt Rot-Sünder aufgebrummt

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Porto Alegre (Brasilien) - Das ging ganz übel aus: Beim Spiel in der ersten brasilianischen Liga zwischen Internacional Porto Alegre und Cruzeiro Belo Horizonte foulte Internacionals Victor Gabriel (22) seinen Gegenspieler Gabriel Pec (25) vor einer Woche derart böse, dass dieser sich das Schienbein brach. Jetzt hat der Verteidiger dafür eine ungewöhnliche Strafe erhalten.

Victor Gabriel (22) schleicht nach seiner Roten Karte vom Platz. Es ist für lange Zeit das letzte Mal, dass er das Spielfeld betritt.
Victor Gabriel (22) schleicht nach seiner Roten Karte vom Platz. Es ist für lange Zeit das letzte Mal, dass er das Spielfeld betritt.  © IMAGO / Action Plus

Gabriel war erst in der Halbzeitpause beim Stand von 0:1 eingewechselt worden, doch gerade einmal 14 Minuten später war sein Arbeitstag schon wieder vorbei. Bei einem Konter von Cruzeiro grätschte er Pec aus vollem Lauf und ohne Chance auf den Ball um. Dieser blieb schreiend liegen.

Der Innenverteidiger wurde sofort mit Rot vom Platz gestellt, die daraus resultierende Sperre beträgt den Regeln zufolge zwischen einem und sechs Spielen.

Doch das reichte dem Sportgerichtshof nicht: Am Dienstag wurde der 22-Jährige zu einer außergewöhnlichen Strafe verurteilt. Weil Pec mehrere Monate ausfallen wird, koppelte das Gericht die Sperre an die Zwangspause des Verletzten!

Schwerer Schicksalsschlag nach WM-Debakel: Tragischer Unfall kostet Nationaltrainer seine Schwester
Fußball International Schwerer Schicksalsschlag nach WM-Debakel: Tragischer Unfall kostet Nationaltrainer seine Schwester

Diese Möglichkeit ist für erschwerende Umstände bei gewalttätigem Spiel im brasilianischen Sportrecht verankert. Gabriel darf somit bis zur Rückkehr seines Gegenspielers ins Training oder maximal 180 Tage nicht spielen.

Victor Gabriel hatte "keine böse Absicht" und wird trotzdem lange gesperrt

Gabriel selbst verteidigte sich vor Gericht per Videoschalte damit, dass er seinen Gegenspieler nicht habe verletzen wollen, es sei ein "äußerst unglücklicher Zwischenfall" gewesen.

"Ich habe mich bei ihm entschuldigt und ihm meine Hilfe angeboten", sagte der Internacional-Spieler: "Ich habe ihn gebeten, mir zu verzeihen, da ich keine böse Absicht hatte, und alles, was ich in diesem Moment tun konnte, war, für ihn zu beten."

Seine Entschuldigung brachte ihm vor Gericht allerdings keinen Bonus, zudem dürfte erschwerend hinzugekommen sein, dass die Anwaltskanzlei seines Klubs für die Verteidigung auf eine gefälschte Audiodatei zurückgriff. Diese soll angeblich die Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Videoschiedsrichter wiedergeben, entpuppte sich aber als Fake.

Pec dürfte die lange Sperre seines Gegenspielers allerdings nur wenig Genugtuung bescheren: Er war erst drei Tage zuvor zu Cruzeiro gewechselt und hatte gegen Internacional sein Debüt für seinen neuen Klub gegeben, nun steht ihm eine lange Genesungsphase bevor.

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO / Action Plus, Screenshot/X/@geglobo

Mehr zum Thema Fußball International: