Lugano (Schweiz) - Mit seinem Angriff auf Mitspieler Georgios Koutsias (21) inklusive derber Beleidigung sorgte Kevin Behrens (34) beim Testspiel seines FC Lugano gegen Viktoria Pilsen für einen Skandal. Jetzt hat der frühere deutsche Nationalstürmer für seine Entgleisung um Verzeihung gebeten.
"Ich möchte mich für das Geschehene entschuldigen, in erster Linie bei Koutsias", wird der 34-Jährige in einer offiziellen Mitteilung des Schweizer Erstligisten zitiert. "Mein Verhalten ihm gegenüber war falsch und inakzeptabel, ebenso die von mir verwendeten Beschimpfungen."
Der ehemalige Wolfsburg- und Union-Angreifer richtete seine Botschaft auch an seine anderen Teamkollegen und beteuerte, dass er sich ein derartiges Verhalten selbst in der "Spannung des Moments" niemals hätte erlauben dürfen.
Behrens war am Freitagvormittag beim Freundschaftsspiel im Trainingslager völlig ausgeflippt, hatte seinen 21-jährigen Mitspieler umgeschubst und ihn zudem als "Missgeburt" beschimpft.
Inzwischen sei der Zwischenfall "mit äußerster Ernsthaftigkeit und der nötigen Sorgfalt" intern aufgearbeitet worden, versicherte Lugano in der Mitteilung.
"Die Bianconeri bekräftigen mit Nachdruck, dass die gezeigten Verhaltensweisen in keinster Weise mit den Werten, Grundsätzen und der sportlichen Kultur des Klubs vereinbar sind", schrieb der Klub.
Kevin Behrens übernimmt die Verantwortung und wird bestraft
Behrens habe hinter den Kulissen die volle Verantwortung für sein Handeln übernommen, während der Verein die "angemessenen disziplinarischen Maßnahmen" geprüft und dann auch beschlossen habe.
Was genau das heißt, ließ Lugano jedoch offen. Somit ist nicht klar, ob der gebürtige Bremer lediglich eine Geldstrafe zahlen musste oder noch weitere Konsequenzen folgten.
Der Sturmroutinier war im vergangenen Sommer ablösefrei vom VfL Wolfsburg in den Kanton Tessin gewechselt. In der aktuellen Saison steuerte er in 19 Ligaeinsätzen immerhin sechs Tore bei.