Spanien - Komplett-Aussetzer von Kevin Behrens (34)! Der frühere deutsche Nationalstürmer bereitet sich aktuell mit seinem FC Lugano auf die Rückrunde vor und flippte am Freitagvormittag im Testspiel gegen Viktoria Pilsen völlig aus. Allerdings galt seine Wut nicht etwa einem Gegner, sondern seinem eigenen Teamkollegen.
Bei der 2:4-Niederlage des Schweizer Erstligisten im Duell über dreimal 45 Minuten traf der gebürtige Bremer in der 51. Minute zunächst noch zum zwischenzeitlichen Ausgleich, doch rund 21 Zeigerumdrehungen später stand er aus einem ganz anderen Grund im Mittelpunkt.
Eigentlich lief der 34-Jährige die tschechischen Kontrahenten gerade im Pressing an, plötzlich drehte Behrens jedoch ab, stürmte auf seinen Mannschaftskameraden Georgios Koutsias (21) zu und stieß den jungen Stürmer zu Boden.
Anschließend brüllte der einfache DFB-Kicker: "Du kleine Missgeburt, sei leise!"
Behrens wollte sich nach der haarsträubenden Szene sofort auswechseln lassen, während der griechische U21-Nationalspieler nur fragend die Hände hob und mit den Schultern zuckte.
Laut "RSI" war es bereits im Vorfeld der Attacke zu einer Meinungsverschiedenheit bezüglich des Pressingverhaltens zwischen den beiden gekommen.
FC Lugano kündigt Disziplinarmaßnahmen gegen Kevin Behrens an
Schon unmittelbar nach Spielende kündigte Luganos Sportvorstand Sebastian Pelzer (45) im Interview mit RSI an, dass der Vorfall nicht folgenlos bleiben werde.
"Wir müssen die Angelegenheit zunächst analysieren und klären, dann ist klar, dass es Konsequenzen geben wird", sagte der frühere Hansa- und Dynamo-Dresden-Profi.
Inzwischen hat der Super-League-Vertreter auch ein offizielles Statement auf seiner Website veröffentlicht. Darin "verurteilt" der Klub den "beschämenden Vorfall" zwischen den eigenen Profis "aufs Schärfste".
"Die Angelegenheit wird intern behandelt und geklärt, und der Verein wird über angemessene Disziplinarmaßnahmen gegen die beiden beteiligten Spieler entscheiden. Weitere Stellungnahmen oder Kommentare zu dem Vorfall werden nicht abgegeben", schrieben die "Bianconeri".
Es ist nicht das erste Mal, dass Behrens für Wirbel sorgt. Während seiner Zeit beim VfL Wolfsburg leistete sich der Angreifer bei einer Autogrammstunde eine homophobe Entgleisung und geriet daraufhin ins Kreuzfeuer.