Rund 16 Millionen Euro pro Tor: Teuerstes Missverständnis der Real-Geschichte geht zu Ende

Madrid - Er kam mit großen Hoffnungen und übernahm sogar die Nummer sieben von Cristiano Ronaldo (38), nun wurde sein Vertrag vorzeitig aufgelöst: Eden Hazard (32) und Real Madrid gehen getrennte Wege.

Eden Hazard (32) und Real Madrid: ein teures Missverständnis, das nun vorzeitig zu Ende geht.
Eden Hazard (32) und Real Madrid: ein teures Missverständnis, das nun vorzeitig zu Ende geht.  © OSCAR DEL POZO / AFP

Ein ganz großes Missverständnis geht nach vier Jahren zu Ende: 2019 wechselte Hazard als teuerster Transfer der Real-Geschichte vom FC Chelsea in die spanische Hauptstadt, erhielt einen Vertrag bis 2024 und sollte die Lücke füllen, die der Abgang von CR7 zu Juventus Turin hinterlassen hatte.

115 Millionen Euro blätterten die Königlichen für den belgischen Nationalspieler hin, eine Summe, der der 32-Jährige nie gerecht werden konnte: Auch verletzungsbedingt absolvierte der Linksaußen gerade einmal 76 Spiele für die Madrilenen und erzielte dabei magere 7 Tore.

Anders ausgedrückt: Real Madrid bezahlte etwa 16 Millionen Euro für jedes Tor, das der Belgier für den Klub erzielte!

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Entsprechend nüchtern fiel das Statement des Vereins zum Abschied ihres Rekordtransfers aus: Ganze drei Sätze widmete der amtierende Champions-League-Sieger Hazard.

Real Madrid widmet Millionen-Flop Eden Hazard nur wenige Zeilen zum Abschied

Ein Symbolbild seiner Zeit in Madrid: Eden Hazard (32) liegt verletzt auf dem Boden und kann seinem Team nicht helfen.
Ein Symbolbild seiner Zeit in Madrid: Eden Hazard (32) liegt verletzt auf dem Boden und kann seinem Team nicht helfen.  © Manu Fernandez/AP

"Real Madrid C. F. und Eden Hazard haben sich darauf geeinigt, dass der Spieler den Verein zum 30. Juni 2023 verlassen wird", heißt es in der Mitteilung der Königlichen.

"Eden Hazard war vier Spielzeiten lang Teil unseres Vereins und hat in dieser Zeit acht Titel gewonnen", gefolgt von einer Auflistung der Erfolge des Vereins der vergangenen Jahre.

Immerhin den Seitenhieb, dass der 32-Jährige wenig Anteil an den Triumphen hatte, verkniff sich Real.

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Zum Schluss folgte das obligatorische "Real Madrid möchte Eden Hazard seine Zuneigung ausdrücken und wünscht ihm und seiner ganzen Familie viel Glück in dieser neuen Phase."

Damit findet die Zeit von Hazard in Madrid nun auch offiziell ein Ende, nachdem er bereits seit mehreren Jahren auf dem Abstellgleis gestanden hatte. Doch trotz seines schwierigen Stands unter Trainer Carlo Ancelotti (63) hatte der Belgier erst im März in einem Interview geäußert, dass er gerne bleiben würde.

Nun aber erfolgte die Wende. Und auch wenn Real Madrid bedauern dürfte, keine Ablöse mehr für Hazard erzielen zu können, dürfte der Verein froh sein, ihn zumindest von der Gehaltsliste streichen zu können: Laut fußballtransfers.com ist Hazard Spitzenverdiener bei den Königlichen, noch vor Ballon-d'Or-Gewinner Karim Benzema (35).

Wie es für Hazard nun weitergeht, steht noch nicht fest. Obwohl er erst 32 ist, soll er aber ein Karriereende in Betracht ziehen.

Titelfoto: OSCAR DEL POZO / AFP

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