Porto (Portugal) - Es ist ein Verlust, dessen Schmerz für seine Witwe Rute Cardoso (29) niemals vergehen wird: der Tod ihres geliebten Ehemanns Diogo Jota (†28). Der Fußball-Star des FC Liverpool verbrannte nach einem Unfall mit seinem Bruder André (†25) im Juli vergangenen Jahres mit einem gemieteten Lamborghini.
Am 9. April erscheint seine offizielle Biografie mit dem Titel "Nie wieder und für lange Zeit", die von Jose Manuel Delgado in Kooperation mit Cardoso, den Eltern, ehemaligen Mitspielern und Trainern Diogo Jotas entstand, wie die "Sun" berichtet.
Darin werden neue tragische Details rund um seinen Tod enthüllt. Unter anderem die letzte WhatsApp-Nachricht, die Rute ihrem Ehemann schrieb. "Liebling, wenn Du eine Pause machst, ruf mich an, denn ich habe hier etwas, das ich Dir zeigen möchte", schrieb sie. Jota sollte die Nachricht nicht mehr lesen. Rute wollte ihm das professionell erstellte Video ihrer Hochzeit zeigen. Die beiden hatten sich nur elf Tage vor dem tragischen Unfall das Jawort in Portugal gegeben.
Bis dahin waren sie bereits elf Jahre gemeinsam durchs Leben gegangen und hatten drei gemeinsame Kinder bekommen.
In der Biografie beschreibt die Witwe, wie sie versuchte, ihren Mann nicht nur persönlich zu erreichen, sondern auch in dem Hotel anrief, wo er und sein Bruder auf dem Weg von Portugal nach Liverpool übernachten sollten und immer unruhiger wurde, als niemand ans Telefon ging.
Diogo Jotas Witwe Rute Cardoso muss seine Eltern über den Tod ihrer beiden Söhne informieren
Später erhielt Rute Cardoso einen Anruf mit der schrecklichen Nachricht, dass ihr Ehemann Diogo Jota und sein Bruder André Silva tot seien.
Sie musste dann auch noch die Kraft aufbringen, die Eltern der beiden darüber zu informieren. Vater Joaquim erklärt in der Biografie: "Als ich gerade ins Bett gehen wollte, nachdem ich eine Weile im Wohnzimmer gesessen und ferngesehen hatte, erhielt ich einen Anruf von Rute, die mit verzweifelter Stimme sagte: 'Komm bitte her.' Ich hatte sofort ein ungutes Gefühl. Der Weg zu ihr war schrecklich. Und auf dem Rückweg nach Hause, als ich bereits von der Tragödie wusste, war es noch schlimmer, das Schlimmste, was mir je passiert ist, das Schlimmste, was man sich vorstellen kann", erklärt er.
Wenige Minuten später legte er den Arm auf die Schulter seiner Frau Isabel und sagte: "Es waren beide." Auch sie hatte um 23.23 Uhr ihrem Sohn André geschrieben und gefragt, wie die Fahrt verlaufe. Auch sie bekam keine Antwort.
Die beiden Brüder hatten sich mit dem gemieteten Lamborghini auf den Weg nach England gemacht, weil Jota nach einer Operation an der Lunge nicht fliegen sollte.
Die Ermittlungen ergaben, dass Jota am Steuer saß und dass überhöhte Geschwindigkeit die Ursache für den Unfall gewesen sein soll. Nachdem das Auto im spanischen Huracan von der Straße abgekommen war, fing es Feuer. Beide Insassen verbrannten.