Trainerkiller Deutschland: Ghana feuert Coach Otto Addo nach Niederlage in Stuttgart

Stuttgart - Trainerkiller Deutschland! Nach der 1:2-Niederlage in Stuttgart hat Ghana seinen Trainer Otto Addo (50) mitten in der Nacht gefeuert und das weniger als drei Monate vor dem Start der Fußball-WM. Wie der Verband noch in der Nacht mitteilte, muss der ehemalige Bundesliga-Profi seinen Hut nehmen.

Nach der Niederlage gegen Deutschland in Stuttgart muss Otto Addo seinen Hut als Cheftrainer Ghanas nehmen.  © THOMAS KIENZLE / AFP

"Der ghanaische Fußballverband (GFA) hat sich mit sofortiger Wirkung von Otto Addo, dem Cheftrainer der A-Nationalmannschaft der Männer (Black Stars), getrennt", hieß es in einem Statement.

Man wolle zu gegebener Zeit über "die neue sportliche Leitung der Black Stars informieren", der Verband "dankt Otto Addo herzlich für seinen Einsatz für die Mannschaft und wünscht ihm viel Erfolg für seine zukünftigen Unternehmungen".

Der in Hamburg geborene ehemalige Profi spielte in Deutschland für Hannover 96, den BVB, den 1. FSV Mainz 05 und den HSV. Für Ghana bestritt er selbst 15 Länderspiele.

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Nach seinem Karriereende 2008 war er zunächst in diversen Trainerfunktionen im Nachwuchs des HSV tätig, ehe er als Co-Trainer zum FC Nordsjæelland wechselte. Nach nur einem Jahr kehrte Addo 2017 aber nach Deutschland zurück und heuerte als Assistent bei Borussia Mönchengladbach an.

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Otto Addo übernahm Ghana 2024 als Chefcoach, die WM in diesem Jahr war das große Ziel

Seit 2024 hatte Addo die Auswahl als Chef-Coach betreut.  © JOE KLAMAR / AFP

Zwischen 2019 und 2024 war Otto Addo als Toptalente-Trainer und Co-Trainer beim BVB aktiv, parallel betreute er bereits die Auswahl Ghanas als Co-Trainer. Als Interimstrainer stand er dann bei der WM 2022 an der Seitenlinie, trat nach dem Vorrundenaus aber zurück und wollte sich von da an wieder den Top-Talenten des BVB widmen.

2024 wurde er aber zum Chef Ghanas befördert. Das große Ziel lautete die WM in diesem Jahr in den USA, Mexiko und Kanada, doch die wird Addo als Coach der Black Stars nun nicht erleben.

Die Niederlage gegen Deutschland war bereits die vierte Pleite in Serie für Ghana, deshalb sah sich der Verband zum Handeln gezwungen.

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Bei der WM trifft die Auswahl in der Vorrunde auf England, Kroatien und Panama.

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