Vier Mitbringsel für Liverpool? Die Bundesliga-Einkaufsliste von Jörg Schmadtke!

Liverpool (Großbritannien) - Wird der FC Liverpool zur Bundesliga-Enklave der Premier League? Schon am Freitag soll Jörg Schmadtke (59) als neuer Sportdirektor der Reds vorgestellt werden, anschließend liegt eine Menge Arbeit vor ihm. Zum bevorstehenden Umbruch wirft er seinen Blick offenbar vor allem Richtung Heimat.

Jörg Schmadtke (59) soll unmittelbar vor einem neuen Job beim FC Liverpool stehen.
Jörg Schmadtke (59) soll unmittelbar vor einem neuen Job beim FC Liverpool stehen.  © Swen Pförtner/dpa

Nach Informationen der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung vom Dienstag unterschreibt der frühere VfL-Manager zunächst einen Vertrag über drei Monate. Zusammen mit Coach Jürgen Klopp (55) sei er dann für das sommerliche Umkrempeln des LFC-Kaders verantwortlich.

Am besten vernetzt ist der gebürtige Düsseldorfer natürlich hierzulande, weshalb auch gleich vier Bundesliga-Spieler auf seiner Einkaufsliste stehen sollen, wie der britische Express berichtet.

Demnach könnte der neue Sportdirektor in spe seine Fühler zuerst nach Ryan Gravenberch (21, FC Bayern München, Josko Gvardiol (21, RB Leipzig), Florian Neuhaus (26, Borussia Mönchengladbach) sowie Daichi Kamada (26, Eintracht Frankfurt) ausstrecken.

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Gerade im zentralen Mittelfeld besteht Bedarf beim Tabellenfünften des englischen Oberhauses.

Alex Oxlade-Chamberlain (29), Naby Keita (28), James Milner (37) und höchstwahrscheinlich auch Juve-Leihgabe Arthur Melo (26) werden den Klub zum Saisonende verlassen, Kapitän Jordan Henderson (32) und Thiago (32) befinden sich im Herbst ihrer Karrieren, während Fabinho (29) in der noch laufenden Spielzeit mit großen Formschwankungen zu kämpfen hatte.

Ryan Gravenberch vom FC Bayern will Spielzeit, RB Leipzig für Josko Gvardiol viel Geld

Ergreift Ryan Gravenberch (21, r.) im Sommer schon wieder die Flucht aus München?
Ergreift Ryan Gravenberch (21, r.) im Sommer schon wieder die Flucht aus München?  © Tom Weller/dpa

Im Sommer muss also frischer Wind durch die Schaltzentrale der Reds wehen. Auf der anderen Seite hofft vor allem Bayern-Talent Gravenberch endlich auf mehr Spielzeit.

Der niederländische Nationalkicker wechselte im vergangenen Juli für 18,5 Millionen Euro von Ajax Amsterdam an die Säbener Straße, sammelte wettbewerbsübergreifend bislang aber nur 866 Einsatzminuten (ein Tor, eine Vorlage).

Fraglich, ob der FCB das Elftal-Juwel nach nur einem Jahr wieder ziehen lassen würde. Da allerdings die erste titellose Saison seit 2012 droht, könnte auch in München ein erneuter Umbruch anstehen.

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Die Roten Bullen aus Leipzig werden Gvardiol hingegen nur bei einem äußerst lukrativen Angebot abgeben. Der kroatische Innenverteidiger kam 2021 von Dinamo Zagreb und hat sich in der sächsischen Messestadt seitdem hervorragend entwickelt.

In der aktuellen Spielzeit fungierte der erst 21-jährige Linksfuß als Anker der Defensive und gelangte damit auch auf den Radar von Manchester City, dem FC Chelsea und Real Madrid. Leipzig soll mindestens 100 Millionen Euro fordern, sein Kontrakt läuft noch bis 2027.

Den Reds dürfte das wiederum zu viel sein, zumindest für einen Abwehrspieler. Zwar agierten Virgil van Dijk (31) und Co. dieses Jahr bei Weitem nicht mehr so sattelfest wie früher, aber mit Ibrahima Konaté (24), Joel Matip (31) und Joe Gomez (26) gibt es genug qualitativ hochwertige Alternativen, von denen ein bis zwei den Verein vorher wohl erst verlassen müssten.

Josko Gvardiol (21) ist derzeit wohl eine der heißesten Aktien auf dem Verteidiger-Markt.
Josko Gvardiol (21) ist derzeit wohl eine der heißesten Aktien auf dem Verteidiger-Markt.  © Jan Woitas/dpa
Florian Neuhaus (26, M.) stammt aus der Jugend des TSV 1860 München und steht seit 2017 bei den Fohlen unter Vertrag.
Florian Neuhaus (26, M.) stammt aus der Jugend des TSV 1860 München und steht seit 2017 bei den Fohlen unter Vertrag.  © Marius Becker/dpa

Florian Neuhaus und Daichi Kamada zum Spar-Preis auf die Insel?

Rot steht Daichi Kamada (26) gut. Bleibt er der Farbe treu und heuert in Liverpool an?
Rot steht Daichi Kamada (26) gut. Bleibt er der Farbe treu und heuert in Liverpool an?  © Tom Weller/dpa

Neuhaus scheint als potenzieller Neuzugang da schon wesentlich realistischer. Der Mittelfeldstratege reifte bei den Fohlen immerhin zum deutschen Nationalspieler, hatte in der aktuellen Saison aber längere Zeit mit Verletzungsproblemen zu kämpfen.

Dennoch kommt er auf 22 Liga-Partien (ein Treffer), wobei er das sehr durchwachsene Jahr der Gladbacher aber nicht verhindern konnte.

Der Vertrag des gebürtigen Landsbergers endet 2024, die Borussia hat das internationale Geschäft verpasst und sollte Transfererlösen daher nicht abgeneigt sein. Bei Neuhaus bietet sich im Sommer eine der letzten Chancen dafür, während Liverpool eine vermutlich kostengünstige Option für die Breite gebrauchen könnte.

Kamada wäre sogar ablösefrei zu haben, denn sein Arbeitspapier in Frankfurt läuft aus, eine Verlängerung ist bereits vom Tisch.

Wohin die Reise geht, steht noch nicht fest. Der BVB soll dran gewesen sein, holte sich vom japanischen Edeltechniker aber wohl eine Absage ein. Ein Wechsel zu den Reds würde für beide Seiten durchaus Sinn ergeben, allerdings sollen auch die AC Milan und der FC Barcelona interessiert sein.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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