Westen sträubt sich gegen "Kompass-Modell": AG-Chef mahnt zu Geschlossenheit bei Regionalliga-Reform

Chemnitz - Mit dem "Kompass-Modell" will die Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform die 4. Liga viergleisig gestalten. Bis der Vorschlag den zuständigen Entscheidungsgremien vorgelegt werden kann, wird es jedoch noch etwas dauern. Der "Westen" sträubt sich noch.

Zum Regionalliga-Topspiel am Sonntag zwischen Chemnitz und Lok Leipzig machten die Spieler erneut Werbung für die Aufstiegsreform.
Zum Regionalliga-Topspiel am Sonntag zwischen Chemnitz und Lok Leipzig machten die Spieler erneut Werbung für die Aufstiegsreform.  © picture point/Sven Sonntag

In diesem Modell würden sich die Staffeln nicht mehr nach Verbandsgrenzen richten, sondern sich in jeder Saison anhand der kürzesten Fahrtstrecken zusammensetzen - dies soll wohl mithilfe einer KI geschehen.

Die vier Meister würden direkt aufsteigen; Aufstiegsspiele zur 3. Liga wären somit nicht mehr nötig.

In einer Pressemitteilung bestätigte der DFB die Fortschritte der AG. Wie der Dachverband jedoch mitteilte, sei man "auf dem angestrebten Weg, den zuständigen Entscheidungsgremien einen konkreten Vorschlag als Empfehlung vorzulegen, noch zu keiner Lösung gekommen".

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Nach TAG24-Informationen sind es die Staffeln West und Südwest, die derzeit beide einen festen Aufsteiger haben, noch nicht einverstanden mit dem "Kompass-Modell".

Arbeitsgruppe ist kein Beschlussgremium

AG-Chef Dr. Michael Vesper nimmt die Diskussionen als konstruktiv wahr.
AG-Chef Dr. Michael Vesper nimmt die Diskussionen als konstruktiv wahr.  © imago/Jan Huebner

Neben der einheitlichen Aufstiegsregelung würde das neue Modell auch am anderen Tabellenende Vorteile mit sich bringen. So wären die vier Staffeln nicht länger von der regionalen Zugehörigkeit der Absteiger aus der 3. Liga abhängig. Diese nimmt momentan noch maßgeblichen Einfluss auf den Abstiegskampf in der Regionalliga. Auch die bestehenden Aufstiegsregelungen aus der 5. Liga könnten beibehalten werden.

Der Vorsitzende der AG, Dr. Michael Vesper, sagt: "Die Diskussionen sind intensiv, ich nehme sie aber weiterhin als konstruktiv wahr. Klar ist: Wenn jeder nur aus seiner eigenen Brille auf die Dinge schaut, werden wir keine Lösung finden. Wir müssen daher immer das Gesamtbild im Blick behalten. Ich halte es im Sinne der Sache weiterhin für entscheidend, dass wir verstärkt positive Aspekte einzelner Modelle betrachten und nicht allein gegen etwas argumentiert wird."

Die nächste Sitzung der AG Regionalliga-Reform ist für den 25. März terminiert.

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Der AG gehören Vereins- und Verbandsvertreter aus allen fünf Regionalligen an. Jede Staffel hat eigenverantwortlich ihre Vertreter für die Arbeitsgruppe benannt. Die Arbeitsgruppe selbst ist kein Beschlussgremium.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Sven Sonntag, IMAGO/Jan Huebner

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