Energie Cottbus ohne Esprit und Anführer, aber mit Last-Minute-Glück gegen BAK!

Cottbus - Magerkost statt Esprit im LEAG Energie Stadion: Aufstiegsfavorit Energie Cottbus tat sich gegen Kellerkind Berliner AK ohne seinen Anführer lange schwer, ein Last-Minute-Treffer sicherte dem FCE den 2:1 (1:1)-Dreier!

Ohne Kapitän Jonas Hildebrandt (l.) musste Energie Cottbus sein Heimspiel gegen den Berliner AK bestreiten.
Ohne Kapitän Jonas Hildebrandt (l.) musste Energie Cottbus sein Heimspiel gegen den Berliner AK bestreiten.  © Picture Point / Gabor Krieg

Das Rätselraten um den Cottbus-Kader war pünktlich zum Regionalliga-Spiel beendet! Der FC Energie musste mit einer gravierenden Änderung das BAK-Spiel bestreiten.

Denn FCE-Kapitän Jonas Hildebrandt hat weiter an den Nachwirkungen des grassierenden Magen-Darm-Virus im Klub zu knabbern. Aus dem Grund musste das jüngste Auswärtsspiel bei Chemie Leipzig abgesagt werden.

Zumindest waren Stammspieler Tim Campulka und Toptorjäger Tim Heike zurück in der Cottbuser Startelf. Statt Hildebrandt führte Jonas Hofmann das Team mit der Binde aufs Feld. Der etatmäßige erste Kapitän Axel Borgmann fehlt weiter mit Kreuzbandriss.

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Die Motivation der 5509 Zuschauer war dennoch da: Mit einem Sieg konnte Cottbus den Rückstand auf Spitzenreiter Greifswald nach dem Regionalliga-Nordost-Gipfel von Freitagabend auf sieben Zähler verkürzen.

Energie Cottbus macht durch den Sieg gegen den Berliner AK Boden im Aufstiegskampf gut

Bild mit Symbolcharakter: Energie Cottbus um Stürmer Maximilian Pronichev wirkte ausgepowert.
Bild mit Symbolcharakter: Energie Cottbus um Stürmer Maximilian Pronichev wirkte ausgepowert.  © IMAGO / Steffen Beyer

Und 41 Minuten sah es für Cottbuser Verhältnisse gut aus: Maximilian Krauß brachte in Minute 22 den FCE in Front. Cottbus kontrollierte das Spiel, verpasste es aber, konsequent auf das zweite Tor zu gehen.

Das rächte sich vor der Pause, als Felix Pilger nach einer BAK-Ecke einköpfte. Der FCE hatte es sich zu gemütlich gemacht und musste zur zweiten Halbzeit wieder einen Gang hochfahren.

Doch auch der zweite Durchgang war von viel Leerlauf und Unterbrechungen geprägt, Energie agierte zu langsam im Kopf und auf den Beinen. FCE-Trainer Wollitz kommentierte das auf seine Art und kickte eine Feldschlößchen-Bande weg!

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Das grenzwertige Verhalten der BAK-Akteure, die ab Mitte der zweiten Hälfte extrem auf Zeitspiel gingen, wurde mit acht Minuten Nachspielzeit quittiert. Auf ein Tor deutete dennoch lange nichts hin, die zahlreichen Hereingaben fanden keinen Abnehmer. Der ausgelaugt ausgewechselte Timmy Thiele oder eben Anführer Hildebrandt wurden schmerzlich vermisst.

In der 90. Minute plus drei traf Heike noch den Querbalken, ehe in der siebten Minute der Nachspielzeit das Glück zurück war: Einen Chipball im Strafraum nahm der Torjäger elegant herunter und drosch die Pille zum 2:1-Siegtreffer in die Maschen!

Statistik zum Regionalliga-Nordost-Spiel zwischen Energie Cottbus und dem Berliner AK

Regionalliga Nordost, 23. Spieltag

Energie Cottbus - Berliner AK 2:1 (1:1)

Aufstellung Energie Cottbus: Bethke - Slamar, Pelivan, Campulka, Bretschneider - Hofmann, Putze (72. Juckel) - Heike, Pronichev (60. Halbauer), Krauß (90.+8 Hasse) - Thiele (60. Shcherbakovski). Trainer: Wollitz.

Aufstellung Berliner AK: Zwick - Yamada, Wurr, Avellino, Rmieh (73. Mvondo) - Ivankovic, Bilbija - Bremer (53. Hajjaj), Schindler, Osawe (79. Gündüz) - Pilger (79. Kargbo). Trainer: Uluc.

Schiedsrichter: Allwardt

Tore: 1:0 Krauß (22.), 1:1 Pilger (41.), 2:1 Heike (90.+7).

Gelbe Karten: Putze, Pelivan - Osawe, Pilger, Zwick

Zuschauer: 5509

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO / Steffen Beyer

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