Grusel-Serie beendet! Chemie punktet bei Angstgegner und Heimmacht Cottbus

Cottbus - Die Vorzeichen schienen klar vor dem Duell zwischen Energie Cottbus und Chemie Leipzig. In sieben Partien der Regionalliga konnten die Chemiker Cottbus noch kein einziges Mal bezwingen, verloren dort die letzten Gastspiele allesamt. Das sollte sich auch nicht am Samstagnachmittag ändern, dennoch gelang Chemie mit dem 1:1 (0:1) ein Teilerfolg.

Umkämpftes Duell: Energie-Torschütze Tim Heike (l.) im Zweikampf mit Chemies Lucas Surek (r.).
Umkämpftes Duell: Energie-Torschütze Tim Heike (l.) im Zweikampf mit Chemies Lucas Surek (r.).  © IMAGO / Steffen Beyer

Der ein oder andere Energie-Anhänger unter den 5.326 Zuschauern im Cottbuser Stadion der Freundschaft dürfte sich lange wie im falschen Film gefühlt haben. Da rollte ein Cottbuser Angriff nach dem nächsten Richtung Chemie-Tor, das Tor machte aber der Gegner!

Das kann als Kurzzusammenfassung des ersten Durchgangs herhalten, in dem die Cottbuser ihre wohl beste Saisonleistung aufs Feld brachten, sich aber nicht belohnten.

Im Gegensatz dazu standen die Leipziger defensiv massiv und stabil und schlugen offensiv hocheffizient zu! In der achten Minute fuhren sie über Timo Mauer einen Konter, der Ausgangspunkt für die Ecke zum 1:0 aus Chemie-Sicht war. Paul Horschig köpfte zur überraschenden Führung ein.

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Energie präsentierte sich wenig beeindruckt vom Rückstand und vom Ausfall von Kapitän Borgmann und Mittelfeldchef Hofmann. So spielfreudig und zielstrebig hatten sich die Lausitzer bisher nur selten in der Saison gezeigt.

Einzig am Abschluss haperte es, insbesondere Timmy Thiele scheiterte mehrfach am glänzend reagierenden Chemie-Keeper Benjamin Bellot.

Regionalliga Nordost: Zweiter Punkt für Chemie Leipzig im achten Spiel gegen Energie Cottbus

Dürfte nicht zufrieden sein mit dem Ergebnis: Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz (58, l.). Im Hintergrund der verletzte Mittelfeldchef Jonas Hofmann (26).
Dürfte nicht zufrieden sein mit dem Ergebnis: Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz (58, l.). Im Hintergrund der verletzte Mittelfeldchef Jonas Hofmann (26).  © Picture Point / Roger Petzsche

Doch die Halbzeit schien etwas mit Energie gemacht zu haben. Während Chemie weiter seinen Stiefel herunterspielte, kamen die Cottbuser nicht mehr in den Fluss des ersten Durchgangs.

So musste eine starke Einzelaktion von Tim Heike herhalten, ehe der Bann in der 70. Minuten gebrochen wurde. Einen zu kurz abgewehrten Ball nahm der erfolgreichste Energie-Stürmer sehenswert mit und traf mit einem strammen Schuss zum Ausgleich.

Während Chemie mit dem Punkt zufrieden schien, war das der Startschuss für eine Cottbuser Schlussoffensive. Doch die klaren Chancen aus der ersten Halbzeit blieben aus, es blieb beim 1:1.

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Während die Cottbuser den vielen vergebenen Gelegenheiten nachtrauern dürften, holte Chemie bei seinem Angstgegner den zweiten Punkt im achten Anlauf und generell den ersten Auswärtspunkt der Saison.

Cottbus ist noch nicht dieselbe Heimmacht wie im Vorjahr, als die Brandenburger die stärkste Heimmannschaft der Liga waren.

Titelfoto: Bildmontage: MAGO / Steffen Beyer

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