Krimi bis zum Schluss: Diese Teams steigen in die Regionalliga Nordost auf!

Magdeburg/Arnstadt - Herzschlagfinale am letzten Spieltag der NOFV-Oberliga Süd: Im Fernduell kämpften der VfC Plauen und der Bischofswerdaer FV um den Aufstieg in die Regionalliga Nordost. Obwohl beide Teams siegten, konnte am Ende nur einer jubeln.

NOFV-Oberliga Süd: VFC Plauen verspielt den Aufstieg kurz vor dem Ende, Bischofswerda geht hoch!

Freude nur bis zur 90. Minute: Der VFC Plauen ließ sich in der Schlussphase den lange sicher geglaubten Aufstieg noch nehmen. (Archivbild)
Freude nur bis zur 90. Minute: Der VFC Plauen ließ sich in der Schlussphase den lange sicher geglaubten Aufstieg noch nehmen. (Archivbild)  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Die Ausgangslage war klar: Will Bischofswerda aufsteigen, ist ein Sieg beim SV Arnstadt Pflicht.

Zudem musste Schiebock auf einen Ausrutscher Plauens bei der U23 des 1. FC Magdeburgs hoffen oder bei einem Sieg vier Tore mehr schießen als der punktgleiche Kontrahent.

Und es ging gut los für den BFV: Leon Ben Hahn traf aus 30 Metern zum 1:0 für den BFV (24.), Steve Zizka erhöhte wenig später auf 2:0 (36.), Miguel Rodrigues stellte vor der Pause sogar auf 3:0 (44.). Der Sieg war zur Pause so gut wie sicher.

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Allerdings erledigte Plauen seine Hausaufgaben, ging durch Kevin Walther in Front (37.). Bischofswerda musste im zweiten Durchgang zwei Treffer mehr als Plauen erzielen oder auf Magdeburger Schützenhilfe hoffen.

Dafür ging der BFV ziemlich fahrlässig mit seinen Chancen um, bis erneut Rodrigues zum 4:0 traf (60.). Als hätte Plauen davon Wind bekommen, legten sie durch den eingewechselten Charlie Spranger zum 2:0 nach (62.), wieder zwei Tore Vorsprung.

Und die Hypothek war für die Oberlausitzer groß. Schiebocks 2. Co-Trainer Ralf Marrack sah in einer dramatischen Schlussphase Gelb-Rot wegen Meckerns. Es blieb beim 4:0, bis kurz vor Schluss!

Riesen Jubel: Dank zweier später Tore und einem finalen 6:0-Sieg ist der Bischofswerdaer FV nach drei Jahren zurück in der Regionalliga. (Archivbild)
Riesen Jubel: Dank zweier später Tore und einem finalen 6:0-Sieg ist der Bischofswerdaer FV nach drei Jahren zurück in der Regionalliga. (Archivbild)  © RocciPix / Rocci Klein

Erst segelte ein Distanzschuss zum 5:0 ins Tor, ehe Matteo Hecker in der Nachspielzeit einen Elfmeter zum 6:0 verwandelte. Ausrasten bei Schiebock, die dank der um einen Treffer besseren Tordifferenz in die Regionalliga aufsteigen!

Denn Plauen schluckte in Magdeburg kurz vor Schluss ein Eigentor zum 1:2 - und gab den Aufstieg in einem wahren Krimi aus der Hand. Seit dem zehnten Spieltag hatten die Vogtländer auf Platz eins gethront.

Tabellenausschnitt der NOFV-Oberliga Süd nach dem 30. und letzten Spieltag

1. Bischofswerdaer FV, 78:33 Tore (+45), 70 Punkte

2. VFC Plauen, 63:19 Tore (+44), 70 Punkte

NOFV-Oberliga Nord: Hertha Zehlendorf spielt erstmals seit 1998 wieder in der Regionalliga

Kein Happy End: Lichtenberg 47 gewann mit 4:2 sein letztes Heimspiel, muss aber in der Aufstiegsfrage Hertha Zehlendorf den Vortritt lassen
Kein Happy End: Lichtenberg 47 gewann mit 4:2 sein letztes Heimspiel, muss aber in der Aufstiegsfrage Hertha Zehlendorf den Vortritt lassen  © Picture Point / Gabor Krieg

Hochspannung bot auch das Berliner Fernduell der Oberliga Nord zwischen Hertha 03 Zehlendorf und Lichtenberg 47. Zehlendorf ging mit einem Punkt Vorsprung in den letzten Spieltag, hatte den Aufstieg allein in seiner Hand.

Und die Südberliner ließen beim einstigen Regionalligisten Optik Rathenow lange nichts anbrennen, führten nach 49 Minuten schon mit 3:0. War das schon der Aufstieg?

Rathenow schlug kurz darauf doppelt zurück, plötzlich stand es nur noch 3:2 aus Zehlendorfer Sicht. Das große Zittern begann.

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Währenddessen sorgte Kontrahent Lichtenberg früh für klare Verhältnisse, führte nach 57 Minuten mit 3:1. Ein Tor von Rathenow und plötzlich wäre der Vorjahresabsteiger zurück in der 4. Liga.

Doch Zehlendorf machte in der 86. Minute mit dem 4:2 alles klar und konnte die Rückkehr in die Regionalliga feiern. Letztmals spielte die kleine Hertha 1998 in der damals noch drittklassigen Regionalliga Nord/Ost.

Titelfoto: Bildmontage: RocciPix / Rocci Klein, PICTURE POINT / S. Sonntag

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