Paukenschlag bei Regionalliga-Neuling: Erfolgstrainer kurz nach Aufstiegscoup weg!

Stahnsdorf - Seit Samstag steht der RSV Eintracht als erster Aufsteiger in die "kleine Champions League des Ostens" fest. Doch für das Abenteuer Regionalliga Nordost muss sich der Neuling plötzlich einen neuen Trainerstab suchen.

Patrick Hinze (40, l.) und Jörg Miekley ballen die Faust: Sie führten den RSV Eintracht aus der 7. Liga in die "Champions League des Ostens".  © IMAGO / PIC ONE

Wie die Brandenburger vier Tagen nach dem größten Triumph der Fußballgeschichte des Vereins bekannt gaben, verlassen die Aufstiegsmacher Patrick Hinze (40) und Jörg Miekley den Verein.

Bemerkenswert: Hinze verlässt den Verein nach 15 Jahren Tätigkeit als Spieler wie Trainer, Miekley nach sogar 25 Jahren an der Seitenlinie diverser Mannschaften.

Die Meldung ist mitten im Aufstiegsjubel ein echter Paukenschlag, die beiden Trainer prägten über Jahre den Verein, führten die Erste Mannschaft zum Titel in der Landesliga 2019, zum Aufstieg in die Oberliga 2020 und zuletzt zur Meisterschaft in jener Spielklasse.

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Der Abschied erfolgt am Höhepunkt ihres Schaffens, Familienvater Hinze ging fernab des Fußballs einem geregelten Job nach.

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Patrick Hinze und Jörg Miekley gehen - ihr Abgang wirft Fragen auf

Im August 2025 spielte der RSV Eintracht zum ersten Mal im DFB-Pokal, nachdem der Klub den Landespokal Brandenburg gewonnen hatte. (Archivfoto)  © Andreas Gora/dpa

Umso mehr wirft der Abgang Fragen auf: Warum geht das Duo nicht den Schritt in die Regionalliga mit und lässt die Möglichkeit aus, gegen größere Klubs wie Erzgebirge Aue, dem Chemnitzer FC oder den BFC Dynamo anzutreten?

Der Verein beantwortet im Statement diese Frage nicht, gibt auch keine Auskunft über Nachfolger. Klar ist nur: Die Regionalliga wird für den Breitensportverein, der über 3500 Mitglieder in 25 Abteilungen bündelt, ein Kraftakt.

Erst vor wenigen Tagen verriet Vereins-Chef Michael Grunwaldt bei TAG24: "Wir sind von allen Aufstiegsanwärtern wahrscheinlich der Klub, der am meisten aufholen müsste."

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Unter anderem ist die Heimspielstätte nicht Regionalliga-tauglich. Als Ausweich-Spielort ist das Ernst-Reuter-Sportfeld von Hertha Zehlendorf im Gespräch.

Neben der Spielstätte ist der Verein jetzt parallel in der Trainersuche gefragt.

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