Wie der NOFV Vereine ärgert: "Das hat etwas mit Respekt uns gegenüber zu tun"
Plauen - Die "U19" des VFC Plauen steht in der Regionalliga, der zweithöchsten Spielklasse, super da. 17 Punkte aus elf Spielen, Platz 8. Doch jetzt grätscht der NOFV dazwischen. Er sorgt nicht nur im Vogtland für Verwirrung und Kopfschütteln.
Dem VFC sollen drei Punkte abgezogen werden, weil er beim Heimsieg gegen Tennis Borussia Berlin (3:1) Anfang Oktober einen nach einem Vereinswechsel gesperrten Spieler einsetzte.
"Die Spielgenehmigung ist Sache der Landesverbände. Der sächsische Verband hatte den Spieler freigegeben, sonst hätten wir ihn gar nicht auf dem Spielberichtsbogen eintragen können", so Trainer Norman Zschach.
Doch der NOFV verweigerte die Freigabe, der Spieler blieb gesperrt. Der Verein erfuhr dies allerdings erst im Nachgang. Irre!
Richtig hart trifft es den BFC Preußen. Während beim VFC das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, mussten die Berliner schlucken. Auch sie setzten einen durch den Berliner Verband freigegebenen Spieler ein.
Der BFC bekam zwölf seiner 13 Punkte abgezogen, ist jetzt Letzter.
VFC Plauen fährt umsonst nach Berlin
Doch das war es noch nicht. Der VFC hätte vor einer Woche beim Berliner SC in Charlottenburg gespielt. Dass der SC bereits am Vortag NOFV-Staffelleiter Christopher Grassmuck anrief und die Partie absagen wollte, wusste beim VFC keiner.
Die Stadt Berlin hatte den Rasenplatz gesperrt, der Kunstrasen war vereist. Grassmuck reagierte aber nicht, ließ Plauen anreisen. Angekommen in Berlin, mussten sie wieder umdrehen.
"Das hat etwas mit Respekt uns gegenüber zu tun. Wir fahren 700 Kilometer für die Katz' und schmeißen 500 Euro sinnlos zum Fenster raus", so Zschach.
Ersetzt bekommt der VFC den Schaden nicht. Am 13. Dezember muss Plauen zum Nachholer wieder nach Berlin.
Titelfoto: privat

