Bär sorgt für das Traumfinale, Männel schreit seinen Jubel raus und der Final-Gegner provoziert
Aue - Es ist das Endspiel, das sich viele gewünscht hatten: Der FSV Zwickau empfängt am 23. Mai im Sachsenpokal-Finale Erzgebirge Aue in der GGZ-Arena. Für die Veilchen die Chance, nach dem so gut wie feststehenden Drittliga-Abstieg massiv Kredit zurückzugewinnen.
Mittwochabend um 22.18 Uhr war die Veilchen-Welt für einen kurzen Moment eine heile. Marcel Bär (71./90.+2.) schnürte den Doppelpack und beseitigte die letzten Zweifel, die vielleicht noch am Weiterkommen gegen den Chemnitzer FC bestanden hatten.
Damit erfüllte sich zugleich, worauf sein Ex-Teamkollege Marc-Philipp Zimmermann tags zuvor hingefiebert hatte.
So sagte die Legende des FSV Zwickau nach deren Weiterkommen in Riesa zur TAG24: "Ich hoffe, dass es zum Traumfinale gegen Aue kommt. Da ist die ganze Mannschaft heiß drauf. Es wäre auch für mich der krönende Abschluss, wenn wir uns im eigenen Stadion gegen sie krönen könnten."
Bär darauf angesprochen: "Ich freue mich, Marc wiederzusehen!"
Das wird ein Spiel, wo eigentlich niemand zusätzlich motiviert werden muss, erst recht nicht einer wie Bär, der gegen den CFC den Unterschied ausmachte.
"Seit Khvicha Shubitidze (Interimstrainer/Anm. d. Red.) da ist, versuchen wir, das Beste aus der Situation zu machen. Was anderes bleibt uns auch nicht übrig. Wir wussten, wie wichtig das Spiel für Fans und Verein ist und wollten ein Stück weit Wiedergutmachung betreiben", so Bär.
FSV-Fans sticheln mit "Schachter Schlachter"
Welche Bedeutung sie dem Ganzen im Schacht beimessen, sah man daran, dass nahezu die komplette FCE-Führungsriege vom Vorstand um Thomas Schlesinger, Jens Haustein oder Jörg Scholz über Aufsichtsrat mit Chef Nico Dittmann bis hin zum Ehrenrat im Gellertstadion auf der Tribüne saß.
Man hörte es raus beim brachialen Jubelschrei von Martin Männel im Kabinentrakt. Da will man sich keine Blöße geben.
Ein Sieg beim Erzrivalen ein paar Kilometer die Mulde flussabwärts dürfte einiges kitten, was die letzten Monate zu Bruch ging. Wenn es da noch Extra-Motivation braucht – bitteschön!
FSV-Spieler Theo Martens reichte seiner Mannschaft am Dienstagabend in Riesa eine Zaunfahne rüber, auf der stand: "Schachter Schlachter." Das werden sie sich im Lößnitztal im Vorfeld mit Sicherheit noch mal ins Gedächtnis rufen, wenn nicht sogar in die Kabine hängen.
Wie TAG24 erfuhr, waren in Eckersbach nicht alle froh darüber, den Finalgegner derart anzustacheln.
Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag, Screenshot: Facebook/MDR/Sport im Osten

