Pyro-Ärger und Toiletten beschädigt: Polizei zieht nach Sachsenpokal-Halbfinale Bilanz
Chemnitz - Es war ein hitziges Halbfinale: Am Mittwochabend setzte sich der FC Erzgebirge Aue gegen den Chemnitzer FC mit einem verdienten 2:0-Sieg durch. Damit stehen die Veilchen im Finale des Sachsenpokals, Chemnitz ist raus. Die Polizei sicherte das Spiel mit Hunderten Einsatzkräften ab – und ermittelt gegen einige Fußball-Chaoten.
Wie die Beamten mitteilen, verlief die Anreise der Fans reibungslos. Die Anhänger aus Aue kamen mit Reisebussen oder ihrem eigenen Auto aus dem Erzgebirge.
Dabei stand ein Shuttle-Parkplatz an der Chemnitzer Messe bereit, der laut Polizeiangaben gut ausgelastet war.
"Vor Spielbeginn als auch während der gesamten Spielzeit kam es aufseiten der Fans der Heimmannschaft zum wiederholten Abbrennen von Bengalos", teilte die Polizei mit. Pyrotechnik ist in Fußballstadien verboten, weil die heißen Fackeln erhebliche Verletzungen verursachen können.
Außerdem wurde bekannt, dass es im Gästebereich zu diversen Sachbeschädigungen in den Sanitäranlagen gekommen war.
Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung
"Im Rahmen der Absicherung des Fußballspiels leitete die Polizeidirektion Chemnitz mehr als zwei Dutzend Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, insbesondere wegen Abbrennens von Pyrotechnik und Sachbeschädigung, ein", so die Polizei.
Immerhin: Größere Ausschreitungen verzeichneten die Beamten nicht. Insgesamt waren beim Sachsenpokal-Halbfinale etwa 500 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz.
Für den FCE war es ein Traumspiel: Vor einer ausverkauften Kulisse (14.658 Zuschauer) traf Aue-Kicker Marcel Bär (33) gleich zweimal – und löste für die Veilchen das Final-Ticket. Das Pokalspiel steigt am 23. Mai zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem FSV Zwickau.
FSV-Spieler Marc-Philipp Zimmermann (36) dürfte sich freuen. Er hatte sich den FCE als Gegner im Finale gewünscht.
Titelfoto: picture point/Sven Sonntag
