Der 1. FC Köln kann doch noch siegen! Joker Ache ringt Mainz 05 nieder

Köln - Ekstase in Köln-Müngersdorf! Der 1. FC Köln hat in einem wilden Spiel gegen Mainz 05 einen Rückstand gedreht und das Spiel dank eines Doppelpacks von Joker Ragnar Ache am Ende mit 2:1 (0:1) für sich entschieden. Der erste Sieg nach acht Spielen - und ein Befreiungsschlag für Trainer Lukas Kwasniok!

Der eingewechselte Ragnar Ache war mit einem Doppelpack der Matchwinner gegen den FSV Mainz 05.
Der eingewechselte Ragnar Ache war mit einem Doppelpack der Matchwinner gegen den FSV Mainz 05.  © Marius Becker/dpa

Trotz der Ergebniskrise war von schlechter Stimmung bei den Hausherren zunächst so gar nichts zu spüren. Die Fans im ausverkauften RheinEnergie-Stadion schunkelten sich schon vor der Partie lautstark warm für das Keller-Duell gegen die Rheinhessen.

Doch der Dämpfer kam schnell in Person von Mainz-Urgestein Stefan Bell: Der Innenverteidiger jagte das Leder mit 111 km/h per Traumtor in den Knick und ließ FC-Keeper Marvin Schwäbe keine Chance - 1:0 für die von Urs Fischer trainierte Elf (29.).

Ein durchaus verdientes Zwischenresultat: Zwar hatten die Hausherren insgesamt mehr vom Spiel, gefährlich wurde es aber zunächst nur im eigenen Strafraum.

Gespräche haben stattgefunden: Nationalspieler auf dem Sprung zum 1. FC Köln
1. FC Köln Gespräche haben stattgefunden: Nationalspieler auf dem Sprung zum 1. FC Köln

So kam Youngster Kacper Potulski etwa nach einem Freistoß aus fünf Metern frei zum Abschluss, scheiterte aber am Pfosten (19.). Zudem vergab Winter-Neuzugang Silas einen blitzsauberen Konter, seinen Versuch konnte Schwäbe aber parieren (36.).

Folglich gingen die Domstädter mit einem 0:1-Rückstand zum Pausentee.

FC-Trainer Lukas Kwasniok stand vor der Partie in der Kritik.
FC-Trainer Lukas Kwasniok stand vor der Partie in der Kritik.  © Marius Becker/dpa
Die Mainzer feiern ihren Treffer zur 1:0-Führung.
Die Mainzer feiern ihren Treffer zur 1:0-Führung.  © Marius Becker/dpa

Joker Ragnar Ache sichert 1. FC Köln mit Doppelpack den Sieg

Mainz-Verteidiger Kacper Potulski blockt einen Abschluss von FC-Angreifer Jakub Kaminski in letzter Sekunde (25.).
Mainz-Verteidiger Kacper Potulski blockt einen Abschluss von FC-Angreifer Jakub Kaminski in letzter Sekunde (25.).  © Marius Becker/dpa

Und hier fand Kwasniok, der angesichts der Ergebniskrise in den vergangenen Wochen zunehmend unter Druck geriet, offensichtlich nicht nur die richtigen Worte, sondern traf auch eine goldrichtige Entscheidung: Er wechselte gleich dreifach, brachte unter anderem Stürmer Ragnar Ache für den bis dahin blassen Isak Johannesson.

Der zeigte seinem Coach auch gleich, warum er unbedingt auf den Platz gehört: Zunächst verwandelte er eine traumhafte Hereingabe von Außenverteidiger Alessio Castro-Montes per Kopf (57.) zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich, dann sorgte er in der Schlussphase für die pure Ekstase. Nach einem Eckball stand der Angreifer genau richtig und musste nur noch zur viel umjubelten 2:1-Führung einschieben (85.).

Für den 1. FC Köln ist es der erste Sieg nach dem 4:1-Erfolg über den Hamburger SV Anfang November. Für die Rheinhessen war es derweil die erste Niederlage unter dem neuen Trainer Urs Fischer.

Statistik zum Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FSV Mainz 05

Bundesliga, 18. Spieltag

1. FC Köln - 1. FSV Mainz 05 2:1 (0:1)

1. FC Köln: Schwäbe - Sebulonsen, Simpson-Pusey, Özkacar (46. Lund) - Maina (73. Waldschmidt), Martel (46. Krauß), Johannesson (46. Ache), Castro-Montes (83. Thielmann), Kaminski, S. El Mala - Bülter

1. FSV Mainz 05: Batz - Kohr, Bell (74. Maloney), Potulski - da Costa, Kai. Sano (90. Nordin), Widmer, Nebel (90. Moreno-Fell), J.-S. Lee 74. Böving) - Silas (61. Sieb), P. Tietz

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 50.000 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Stefan Bell (29.), 1:1 Ragnar Ache (57.), 2:1 Ragnar Ache (85.)

Gelbe Karten: Eric Martel (18.), Said El Mala (72.), Marius Bülter (72.), Tom Krauß (87.) / Jae-Sung Lee (43.), Silvan Widmer (62.), Daniel Batz (72.), Phillip Tietz (72.)

Titelfoto: Bildmontage: Marius Becker/dpa (2)

Mehr zum Thema 1. FC Köln: