Köln - Bei der Zusammenstellung einer schlagkräftigen Truppe für die nächste Bundesliga-Saison hat der 1. FC Köln seine Fühler offenbar auch in Richtung Mailand ausgestreckt.
Am Montag bat Trainer René Wagner (53) seine Spieler zum ersten offiziellen Mannschaftstraining nach der Sommerpause. So wie der Kader aktuell aussieht, wird er allerdings nicht bleiben. Sportchef Thomas Kessler (40) tüftelt im Hintergrund längst an weiteren Verstärkungen.
So war es auch wenig verwunderlich, dass fast zeitgleich zur Übungseinheit das nächste Transfergerücht aufploppte: Der 1. FC Köln soll laut "Sky Sport Italia" an einer Leihe von Jamal Iddrissou von Meister Inter Mailand interessiert sein.
Laut Bericht hätten die Domstädter bereits ein Leihangebot über 700.000 Euro abgegeben - inklusive Kaufoption in Höhe von sieben bis acht Millionen Euro. Doch der italienische Spitzenklub soll die Offerte für seinen 18 Jahre alten Nachwuchs-Star bereits abgelehnt haben.
Ein möglicher Knackpunkt könnte die von Inter geforderte und nach Jahren gestaffelte Rückkaufoption sein: 15 Millionen Euro im Jahr 2027 und 18 Millionen Euro im Jahr 2028. Auch der FC Brentford und der VfL Wolfsburg sollen Interesse an Iddrissou zeigen.
Sportchef Thomas Kessler sucht Sturm-Alternativen für Ragnar Ache
Wie es ist, im ausverkauften RheinEnergieStadion aufzulaufen, weiß der Mittelstürmer bereits. Am 4. Februar gastierte er im Rahmen der Youth League mit Inter in Köln. 50.000 Fans bedeuteten einen neuen Rekord für die Nachwuchs-Königsklasse.
In der abgelaufenen Spielzeit war Iddrissou indes eher im Unterbau der Profi-Mannschaft unterwegs. Allerdings blieb er in den 13 Spielen in der 3. Liga ohne Torerfolg. Im Nachwuchs traf der 1,88-Meter-Mann dagegen wettbewerbsübergreifend gleich zwölfmal ins Netz.
Iddrissou stammt gebürtig aus Brescia. Letzte Saison stand er deshalb auch zwölfmal für die italienische U19 (drei Tore) und fünfmal für die U20 (zwei Tore) auf dem Rasen. Er könnte tatsächlich die von Kessler gesuchte Sturm-Alternative zu Ragnar Ache (27) sein.
Allerdings gibt es auch noch andere Optionen: Zuletzt wurden die Kölner auch mit dem englischen Ex-Wunderkind Chido Obi von Manchester United in Verbindung gebracht. Ein direkter Austausch mit den Red Devils soll aber (noch) nicht stattgefunden haben.