Elfer-Wirbel beim Derby in Köln: Schiri Hartmann zweifelt eigene Entscheidung an

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Köln - Das Unverständnis in Richtung Schiedsrichter Robert Hartmann (46) beim 1. FC Köln ist nach der unglücklichen 1:2-Derbyniederlage gegen Bayer 04 Leverkusen groß. Und auch Werkself-Trainer Kasper Hjulmand (53) bekommt sein Fett weg. 

Schiedsrichter Robert Hartmann (46) räumte nach dem Spiel ein, falsch gelegen zu haben.
Schiedsrichter Robert Hartmann (46) räumte nach dem Spiel ein, falsch gelegen zu haben.  © RONNY HARTMANN/AFP

Stein des Anstoßes war die strittige Entscheidung Hartmanns in der 43. Minute: Nachdem der Ball aus kürzester Entfernung zunächst an die Brust und dann an den Oberarm von Erik Martel (23) geprallt war, entschied der 46-Jährige auf Handelfmeter. Kurz darauf signalisierte er, dass der FC-Sechser die Kugel mit dem abgespreizten Ellbogen gespielt hätte. Ein Eindruck, der den TV-Bildern nicht standhalten konnte.

"Ich glaube, jeder, der das Bild sieht, wird da nicht die Meinung des Schiedsrichters teilen", motzte daher etwa Kölns Sportdirektor Thomas Kessler (40) in Richtung Hartmann und ergänzte mit Blick auf VAR Guido Winkmann (52): "Grundsätzlich bin ich ein totaler Freund davon, dass wir die Schiedsrichter auf dem Platz auch die Entscheidungen treffen lassen. Aber wenn es halt eine klar falsche ist, dann sollten sie darauf hingewiesen werden."

Der Referee selbst äußerte sich nach Schlusspfiff ebenfalls zu seiner umstrittenen Entscheidung - und räumte zwischen den Zeilen ein, falsch gelegen zu haben. "Wenn ich jetzt mit ein bisschen Abstand nach dem Spiel auf die Bilder gucke, muss ich sagen: Der Arm ist schon sehr, sehr nah am Körper." 

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Dann wird er deutlich: "Ich würde mich jetzt nach dem Spiel besser fühlen, wenn ich hier auf Weiterspielen entschieden hätte."

FC-Coach René Wagner motzt in Richtung Werkself-Trainer Kasper Hjulmand

Bekamen sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel in die Haare: Bayer-Trainer Kasper Hjulmand (53, l.) und Kölns Chefcoach René Wagner (37).
Bekamen sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel in die Haare: Bayer-Trainer Kasper Hjulmand (53, l.) und Kölns Chefcoach René Wagner (37).  © Bildmontage: Ina Fassbender/AFP, Federico Gambarini/dpa

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel flogen dann auch zwischen den beiden Cheftrainern der Rhein-Rivalen die Fetzen, als Bayer-Coach Hjulmand neben der fehlenden Energie und Intensität bei seiner Mannschaft auch einen "Platz ohne Wasser" für die ausbaufähige Leistung der Werkself verantwortlich gemacht hatte. 

Das wiederum sorgte bei Kölns Übungsleiter René Wagner (37) für Irritationen. "Wenn du sagst, dass der Platz nicht nass war, dann stimmt das nicht. Wir haben das nicht absichtlich gemacht. Falls das so rübergekommen sein sollte, entschuldigen wir uns, aber das war nicht der Fall."

Der 37-Jährige wolle sichergehen, dass die Behauptung des Dänen "nicht so stehen bleibt". Damit wirklich keine Missverständnisse aufkommen, fuhr er auf Englisch fort: "Wir haben das nicht gemacht. Ich finde nicht, dass es fair ist, das so zu sagen."

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Hjulmand verteidigte sich indes und meinte, dass er und seine Spieler den Platz eben als trocken erlebt hätten. Anschließend schränkte er aber ein: "Vielleicht wurde gewässert und ist ausgetrocknet", woraufhin Wagner trocken konterte: "Vielleicht war es die Sonne."

Titelfoto: RONNY HARTMANN/AFP

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