Europafieber beim 1. FC Köln: Geißböcke wollen internationalen Rekord knacken
Köln - Der 1. FC Köln ist im Europafieber - und das, obwohl die Profis von Cheftrainer Lukas Kwasniok (44) eigentlich um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga kämpfen und so gar nichts mit internationalen Vereinswettbewerben zu tun haben.
Und trotzdem könnten die Fans der Rheinländer noch in dieser Woche einen europäischen Rekord brechen und das bislang größte Spiel in der Geschichte der Youth League, dem Nachwuchs-Pendant zur Champions League, austragen.
Insgesamt seien für das Sechzehntelfinale gegen Inter Mailand am 4. Februar (18 Uhr) in Kölner RheinEnergie-Stadion schon jetzt rund 36.000 Tickets über die Ladentheke gegangen. Das berichtet der vereinsnahe "Geissblog" unter Berufung auf Angaben des Klubs. Sollte das Interesse nicht sprunghaft nachlassen, könnte der bisherige Rekordwert damit noch in dieser Woche geknackt werden.
Denn: Zum bisherigen Top-Spiel zwischen Trabzonspor und Inter Mailand in der Vorsaison fehlen nur noch rund 5000 Tickets, die verkauft werden müssten. Damals pilgerten offiziellen Angaben zufolge insgesamt 40.368 Fans ins Stadion in der türkischen Hafenstadt.
Wie groß das Interesse an der Baby-Königsklasse in der Domstadt wirklich ist, zeigt dabei schon ein Blick auf den ersten Verkaufstag am vergangenen Montag (12. Januar): Damals hatten die Geißböcke bereits 25.000 Tickets veräußern können - und damit in etwa die Hälfte der insgesamt zur Verfügung stehenden Eintrittskarten.
FC-U19-Cheftrainer Stefan Ruthenbeck freut sich auf sein "absolutes Traumlos"
U19-Trainer Stefan Ruthenbeck (53) freut sich derweil auch ganz unabhängig von einem möglichen Rekord auf das K.o.-Spiel gegen den italienischen Top-Klub.
"Inter ist mein absolutes Traumlos. Ich habe einen besonderen Bezug zu diesem Verein und schöne Kindheitserinnerungen, wie ich mit meinem Papa Spiele von Inter Mailand im Europapokal der Landesmeister geschaut habe", sagte der 53-Jährige kurz nach der Auslosung des Gegners.
Sportlich erwartet er ein "Duell auf Augenhöhe". Immerhin seien die Junioren der Nerazzurri "sehr variabel, hinten körperlich und haben nach vorn viele dribbelstarke Spieler."
Der 1. FC Köln hat sich die Teilnahme an dem Wettbewerb durch den Gewinn der deutschen A-Jugend-Meisterschaft im vergangenen Jahr über den sogenannten "Meisterweg" gesichert.
Neben den amtierenden Meistermannschaften der nationalen U19-Ligen dürfen zudem auch alle Jugendteams der Klubs antreten, die sich mit ihrer Profimannschaft für die Champions League qualifiziert haben.
Titelfoto: Torsten Silz/dpa

