Spektakel pur! FC Köln knallt Werder Bremen mit 7:1 aus dem Stadion und stellt Selke-Debüt in den Schatten

Köln - Was für ein Start des 1. FC Köln ins neue Kalenderjahr! Dank einer bärenstarken Mannschaftsleistung fegten die Geißböcke mit 7:1 (5:1) über Werder Bremen hinweg, ließen den Gästen zu keinem Zeitpunkt den Hauch einer Chance.

Die Kölner kannten nach dem zwischenzeitlichen 4:0 durch Skhiri kein Halten mehr.
Die Kölner kannten nach dem zwischenzeitlichen 4:0 durch Skhiri kein Halten mehr.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Ich freue mich einfach, dass es jetzt wieder losgeht. Es kribbelt auch schon wieder sehr", hatte FC-Trainer Steffen Baumgart nach zweimonatiger WM-Pause vor der Partie am Sky-Mikrofon verraten.

Angestachelt von den deutlichen Worten ihres Hauptübungsleiters und den 50.000 Fans im RheinEnergieSTADION setzten die Kölner - ohne Winter-Neuzugang Davie Selke in der Startelf - alles an einen frühen Führungstreffer. Mit Erfolg!

Ein Freistoß der Bremer am gegnerischen Strafraum wurde zum absoluten Boomerang. Binnen 17 Sekunden spielte sich der FC Köln in aussichtsreiche Abschlussposition. Am Ende stand Linton Maina völlig frei und schob ins lange Eck ein (9. Minute).

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Mit unfassbar breiter Brust und Spaß am Spiel ließen die Geißböcke den Bremern in der Anfangsviertelstunde keine Chance und erhöhten nur sieben Minuten später durch Steffen Tigges auf 2:0 (16.)!

Während bei den Gästen praktisch nichts gelang, funktionierte bei den Kölnern fast alles!

Der Beweis: Ein Traumtor von Tigges, der den Ball nach einem schlampigen Klärungsversuch von Keeper Jiri Pavlenka aus 46,7 Metern gefühlvoll in die Maschen zirkelte und das RheinEnergieSTADION in ein Tollhaus verwandelte (21.).

Wie im Rausch erhöhte der FC Köln noch vor der Pause auf 4:0 und 5:0! Ellyes Skhiri (30.) und Tigges (36.) durften nach freundlicher Mithilfe der desolaten Bremer Hintermannschaft ihren Abend krönen und den Werderanern erstmals in ihrer Bundesliga-Historie fünf Buden in der ersten Hälfte einschenken.

Für einen Funken Hoffnung sorgte dann aber WM-Fahrer Niclas Füllkrug, der nach einer Ecke am höchsten stieg und per Kopf sein elftes Saisontor markierte (37.) - nur noch 1:5!

Halbes Dutzend schon kurz nach Seitenwechsel voll

Der Star des Abends: die gesamte Mannschaft!
Der Star des Abends: die gesamte Mannschaft!  © Rolf Vennenbernd/dpa

Auch im zweiten Durchgang bot sich den Fans im Epizentrum des Frohsinns ein ähnliches Bild!

Unkonzentrierte und überforderte Bremer ließen dem FC viel zu viel Platz. Die Quittung: das 6:1 durch Skhiri - der ebenso wie Tigges den Doppelpack schnürte (54.).

Das nächste Highlight des Abends besorgte Baumgart nur wenige Augenblicke später höchstpersönlich: Selke kam für Tigges in die Partie und durfte gegen seine alte Liebe ran.

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Auch er fügte sich nahtlos ins Spielgeschehen ein, machte einige Bälle in der Offensive fest und durfte mit ansehen, wie Marco Friedl das Ergebnis unfreiwillig per Eigentor auf 7:1 schraubte (76.)!

Danach setzte Robert Schröder völlig desolaten Bremern ein Ende, pfiff die Begegnung ab und ließ den jecken Emotionen auf den Rängen freien Lauf. Es war der höchste Bundesliga-Sieg der Kölner seit fast 40 Jahren!

Schon am kommenden Dienstag geht es für die Kölner beim FC Bayern in der Allianz Arena weiter (20.30 Uhr). Auf Werder hingegen wartet am Mittwoch (20.30 Uhr) der Überraschungs-Dritte Union Berlin.

Statistik zum Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Köln und Werder Bremen

16. Spieltag

1. FC Köln - Werder Bremen 7:1 (5:1)

Aufstellung 1. FC Köln: Schwäbe - Schmitz, Hübers, Chabot, Hector - Martel, Skhiri (67. Lemperle) - Maina (81. Diehl), Huseinbasic (59. Olesen), Kainz (59. Ljubicic) - Tigges (59. Selke). - Trainer: Baumgart

Aufstellung Werder Bremen: Pavlenka - Stark (60. Pieper), Veljkovic, Friedl - Groß (46. Schmidt) - Weiser, Jung (86. Buchanan) - Bittencourt (64. Stage), Gruev - Füllkrug, Ducksch (46. Dinkci). - Trainer: Werner

Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)

Zuschauer: 50.000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Maina (9.), 2:0 Tigges (15.), 3:0 Tigges (21.), 4:0 Skhiri (30.), 5:0 Huseinbasic (36.), 5:1 Füllkrug (38.), 6:1 Skhiri (54.), 7:1 Friedl (76. Eigentor)

Beste Spieler: Tigges, Maina, Skhiri -

Titelfoto: Montage: Rolf Vennenbernd/dpa

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