Nach bitterer Bank-Premiere für Abräumer: Wie geht es weiter mit Eric Martel?

Köln - Bittere Premiere für Defensivakteur Eric Martel (23): Obwohl er fit und nicht gesperrt war, flog der Sechser gegen den SC Freiburg am Sonntag erstmals seit fast zwei Jahren aus der Startelf des 1. FC Köln.

Eric Martel (23) muss aktuell um seinen Stammplatz beim 1. FC Köln kämpfen.
Eric Martel (23) muss aktuell um seinen Stammplatz beim 1. FC Köln kämpfen.  © Harry Langer/dpa

Seit März 2024 gilt der 23-Jährige eigentlich als fester Anker im Spiel des Aufsteigers. Die Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages genoss in den vergangenen Wochen und Monaten folgerichtig höchste Priorität bei FC-Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40).

Zuletzt verlor der gebürtige Bayer aber einiges an Boden bei Trainer Lukas Kwasniok (44). Der hatte im Breisgau auf die Dienste von Leihprofi Tom Krauß (24) gesetzt und anschließend erklärt: "Jeder hat seine Stärken. Die sind beide eher defensive Sechser und dann musst du eine Entscheidung treffen."

Martel habe seine Bank-Premiere derweil wie ein waschechter Profi hingenommen. "Gejubelt hat er nicht, aber wir haben sehr erwachsen darüber gesprochen und haben eben auch diese Energie versucht, gleich wieder auf den Platz zu bringen", so Kwasniok, der nun schauen wolle, wie er die brisante Situation in Zukunft lösen kann.

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Kessler hingegen betont, dass er nichts mit der Ausbootung des 23-Jährigen zu tun habe. "Der Trainer stellt den Spieltagskader zusammen und macht sich Gedanken, wie er das Spiel bestehen möchte. Er hat sich dafür entschieden, Eric nicht spielen zu lassen. Deswegen hat Tom Krauß von Beginn mit Jakub Kaminski (23) auf der Sechs gespielt."

Insbesondere die Aufstellung von Letzterem dürfte für Martel dabei ein Schlag ins Gesicht gewesen sein. Immerhin ist der Pole eigentlich auf den offensiven Außenbahnen beheimatet und ist bis zu seinem Engagement in der Domstadt nie im zentralen Mittelfeld aufgelaufen.

FC-Trainer Lukas Kwasniok (44) war mit der Leistung seiner Mannschaft bei der 2:1-Auswärtsniederlage beim SC Freiburg alles andere als zufrieden.
FC-Trainer Lukas Kwasniok (44) war mit der Leistung seiner Mannschaft bei der 2:1-Auswärtsniederlage beim SC Freiburg alles andere als zufrieden.  © Silas Stein/dpa
Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) scheint zunehmend genervt von der ungewissen Zukunft von Eric Martel.
Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) scheint zunehmend genervt von der ungewissen Zukunft von Eric Martel.  © Rolf Vennenbernd/dpa

FC-Köln-Sportchef Thomas Kessler will sich nicht zu Martel-Zukunft äußern

Ob der FC seinen Defensivspezialisten so halten kann, ist fraglich. Zumal Martel den Aufsteiger schon seit Saisonbeginn hinsichtlich einer Vertragsverlängerung hinhält. Inzwischen scheint sich der Wind aber gedreht zu haben - und Kessler zunehmend genervt von der Zukunftsfrage beim ehemaligen Kapitän der deutschen U21-Auswahl.

"Ich glaube, es ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, darüber zu sprechen", betonte der sichtlich angefressene 40-Jährige angesprochen auf den Martel-Kontrakt am Rande der Auswärtsniederlage im Breisgau. Er wolle sich aktuell nur zum Sportlichen äußern. "Alles Weitere können wir dann zu einem anderen Zeitpunkt besprechen."

Titelfoto: Harry Langer/dpa

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