Nach Bundesliga-Talfahrt: 1. FC Köln feuert Standardtrainer
Köln - Paukenschlag zu Karneval: Der 1. FC Köln reagiert auf die jüngste Negativserie in der Fußball-Bundesliga und feuert einen seiner Spezialtrainer.
Die eklatante Standard-Schwäche wurde den Geißböcken nicht nur bei der unnötigen 1:2-Pleite im jüngsten Heimspiel gegen RB Leipzig wieder zum Verhängnis, sondern zieht sich bereits wie ein roter Faden durch die gesamte Saison.
Aus diesem Grund zogen die FC-Verantwortlichen jetzt die Reißleine: Wie unter anderem der "Express" berichtet, wurde Co-Trainer Hannes Dold jetzt mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden.
Dem 32-Jährigen war es in dieser Spielzeit nicht gelungen, ein erfolgreiches Konzept für ruhende Bälle zu erarbeiten - weder offensiv noch defensiv. 40 Prozent ihrer Gegentore fressen die Kölner nach einem ruhenden Ball. Ein absoluter Horror-Wert.
Doch auch vor dem gegnerischen Tor konnte keine Durchschlagskraft bei Freistößen und Eckbällen entwickelt werden. Mit nur vier eigenen Treffern gehört die Mannschaft von Cheftrainer Lukas Kwasniok (44) zu den harmlosesten Teams der Liga nach Standards.
Entscheidende Wochen für Cheftrainer Lukas Kwasniok und den 1. FC Köln
Der 44-Jährige war dem Thema zuletzt nur noch mit Galgenhumor begegnet. Vor dem Spiel in Stuttgart erklärte er: "Es geht darum, leidenschaftlich gemeinsam zu verteidigen und keine unnötigen Freistöße zu provozieren. Denn bei Standards sind wir extrem gut."
Sarkastisch fügte der Hauptübungsleiter dann noch hinzu: "Wenn wir jetzt noch mehr gegen uns bekommen würden, dann haben wir erst recht gewonnen." Viel deutlicher kann eine Bankrotterklärung diesbezüglich nicht ausfallen.
Trotz allem soll Dold dem Klub erhalten bleiben. Der 32-Jährige arbeitet seit zwölf Jahren beim FC, arbeitete in dieser Zeit etwa als leitender Videoanalyst. Im Sommer 2025 wurde er Teil des Trainerteams. Wer an seine Stelle rückt, ist noch unklar.
Ihre Standard-Schwäche sollten die Domstädter jedenfalls schnell in den Griff bekommen. Die nächsten Wochen werden knüppelhart: Zu Hause warten mit Borussia Dortmund und der TSG Hoffenheim zwei absolute Top-Teams.
Auswärts geht es mit dem FC Augsburg und dem Hamburger SV gegen zwei direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Der Vorsprung auf den Relegationsrang 16 beträgt nur noch vier Punkte. Sollte es in den vier Spielen keinen Sieg geben, dürften auch die Tage von Kwasniok an der Kölner Seitenlinie gezählt sein.
Titelfoto: IMAGO / Noah Wedel

