Stadionsprecher-Eklat beim 1. FC Köln: FC-Boss kündigt Krisengespräch an

Von Carsten Lappe, Maurice Hossinger

Köln - Mit seinen kritischen Aussagen über Schiedsrichter Daniel Siebert (41) hat sich Stadionsprecher Michael Trippel (71) vom 1. FC Köln keinen allzu großen Gefallen getan zu haben. Jetzt drohen der Klub-Ikone sogar Konsequenzen!

Schiedsrichter Daniel Siebert hatte am Samstagabend alle Hände voll zu tun.  © Federico Gambarini/dpa

Bereits am Samstagabend hatte Trippel selbst davon gesprochen, dass die Sache intern "geklärt" sei und das Thema vom Tisch.

Pustekuchen! "Wir werden am Montag noch einmal intern über den Vorfall sprechen", kündigt Geschäftsführer Philipp Türoff (49) an.

Dabei hat sich Trippel selbst schon für seine Entgleisungen beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund entschuldigt.

1. FC Köln 1. FC Köln: Zwei Rückkehrer sollen für sportliche Wende gegen BVB sorgen

"Ich entschuldige mich bei denjenigen, die sich auf dem Schlips getreten gefühlt haben. Die Aussagen tun mir leid. (...) Meine Sätze kamen aus der Emotion heraus und über den Frust über den VAR, der uns in dieser Saison wiederholt benachteiligt hat", heißt es im "Kölner Stadt-Anzeiger".

Anzeige

Stadionsprecher eskaliert gegen Borussia Dortmund über Mikrofone

Über die Stadionlautsprecher hatte sich Michael Trippel zweimal über die Entscheidungen der Unparteiischen beschwert.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Trippel hatte nach Spielende wegen eines nicht geahndeten Handspiels des Dortmunders Yan Couto (23) im eigenen Strafraum die Kölner Fans wütend gemacht.

"In der 95. Minute hat es ein klares Handspiel eines Dortmunders im Strafraum gegeben und das guckt sich noch nicht einmal einer an", hatte Trippel in die Mikrofone gerufen. 

Dafür gab es am Sonntag bereits Kritik von der Organisation der Schiedsrichter im deutschen Profifußball. Trippels Verhalten sei "inakzeptabel", zitierte die "Sportschau" die DFB Schiri GmbH.

1. FC Köln Köln-Trainer Kwasniok reagiert auf Nagelsmann-Kritik an El Mala: "Jetzt hat sich eben der Bundestrainer auch noch geäußert"

"Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt", hieß es weiter.

FC-Chef Türoff sagte: "Wir sind uns einig, dass solche öffentlichen Aussagen, solche Ausbrüche am Stadionmikrofon nicht in Ordnung sind. Es gibt ein Regelwerk des DFB für Stadionsprecher - und diese Regeln wurden in dem Fall missachtet." Sportchef Thomas Kessler (40) hatte das Verhalten bereits nach Spielende deutlich kritisiert.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 25 92:24 66
2 Borussia Dortmund 25 53:26 55
3 TSG 1899 Hoffenheim 25 53:33 49
4 VfB Stuttgart 25 50:34 47
5 RB Leipzig 25 48:34 47
6 Bayer 04 Leverkusen 25 48:32 44
7 Eintracht Frankfurt 25 48:49 35
8 SC Freiburg 25 37:42 34
9 FC Augsburg 25 31:43 31
10 Hamburger SV 25 28:36 29
11 1. FC Union Berlin 25 30:42 28
12 Borussia Mönchengladbach 25 28:43 25
13 SV Werder Bremen 25 29:45 25
14 1. FC Köln 25 34:43 24
15 1. FSV Mainz 05 25 29:41 24
16 FC St. Pauli 25 23:40 24
17 VfL Wolfsburg 25 34:55 20
18 1. FC Heidenheim 25 24:57 14

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

Mehr zum Thema 1. FC Köln: