Über 100 Pyros in einem Spiel gezündet: Fans bescheren 1. FC Köln saftige Geldstrafe

Köln - Sportlich geht es beim 1. FC Köln derzeit drunter und drüber: Nach nur zwei Siegen aus den vorigen 18 Bundesligaspielen zog der Aufsteiger die Reißleine und stellte Trainer Lukas Kwasniok (44) frei. Doch auch die eigenen Fans bereiten Geschäftsführer Thomas Kessler (40) immer wieder Kopfschmerzen.

Immer wieder sorgen die Fans des 1. FC Köln mit dem Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen für Ärger beim DFB.
Immer wieder sorgen die Fans des 1. FC Köln mit dem Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen für Ärger beim DFB.  © Federico Gambarini/dpa

Weil sich die Anhänger bei der 1:3-Niederlage im Heimspiel gegen den FC Bayern München am 17. Spieltag (14. Januar) nämlich erneut nicht zusammenreißen konnten und über 100 pyrotechnische Gegenstände gezündet haben, wurden die Rheinländer vom DFB-Sportgericht zu einer saftigen Geldstrafe in Höhe von 220.000 Euro verdonnert.

Das hat der DFB am Mittwoch mitgeteilt.

Demnach könne der Klub bis zu 73.000 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Das müsse dem Fußballverband aber spätestens bis zum 31. Dezember nachgewiesen werden.

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Das Sportgericht sah es nach Begutachtung der Videoaufnahmen als erwiesen an, dass die FC-Fans während der Partie in mindestens 110 Fällen verbotene Pyros genutzt haben. Rund 100 davon sollen bengalische Feuer gewesen sein, bei den übrigen soll es sich um sogenannte Rauchtöpfe gehandelt haben.

Wegen des dichten Rauchs musste das Heimspiel gegen den FC Bayern im Januar für fast zehn Minuten unterbrochen werden.
Wegen des dichten Rauchs musste das Heimspiel gegen den FC Bayern im Januar für fast zehn Minuten unterbrochen werden.  © Federico Gambarini/dpa

Aufgrund der dadurch entstandenen starken Rauchentwicklung musste die Partie schon nach drei Minuten unterbrochen werden. Erst nach fast zehn Zeigerumdrehungen konnte Schiedsrichter Patrick Ittrich (47) das Spiel wieder anpfeifen.

Das Urteil ist rechtskräftig.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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