UEFA gibt Strafe für 1. FC Köln bekannt: So viel muss der Klub für Pyro-Show in Ungarn zahlen!

Köln – Das könnte teuer für den 1. FC Köln werden. Die UEFA gab am Montag bekannt, dass die Geißböcke für das Vergehen der eigenen Fans in Ungarn ordentlich zur Kasse gebeten werden. Für die brutalen Ausschreitungen in Nizza steht noch keine Strafe fest...

Nach dem Spiel fackelten die Fans des 1. FC Köln beim Fehérvár FC reichlich Pyrotechnik ab.
Nach dem Spiel fackelten die Fans des 1. FC Köln beim Fehérvár FC reichlich Pyrotechnik ab.  © Marton Monus/dpa

Vier Tage sind die brutalen Fan-Attacken aus Nizza nun her, da muss sich der 1. FC Köln für erste Entgleisungen seiner Fans im Rahmen des Conference-League-Playoff-Rückspiels bei Fehérvár FC (3:0) verantworten.

Wie die UEFA am heutigen Montag verkündete, muss der Tabellensiebte der Fußball-Bundesliga mehrere tausend Euro blechen, weil sich einige der mitgereisten Anhänger am 25. August ordentlich daneben benahmen.

Für das Abbrennen von Pyrotechnik zahlt der Klub 46.000 Euro. 10.000 Euro kommen für das Werfen von Gegenständen dazu - macht unterm Strich 56.000 Euro für die Aktionen weniger Fans, die durch ihre Aktionen nicht nur dem Fußball, sondern auch dem Klub schaden.

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Für zusätzlich unpassendes Benehmen sprach die UEFA eine Verwarnung aus.

Erst am vergangenen Donnerstag lieferten sich einige "Fans" des 1. FC Köln vor dem Spiel beim OGC Nizza blutige Kämpfe mit Ultras der Gastgeber. Mehr als 50 Personen wurden dabei verletzt, Fotos und Videos eilten in Sekundenschnelle durch die Sozialen Netzwerke.

Strafe für Nizza folgt noch

Gegen den 1. FC Union Berlin präsentierten die Ultras des Effzeh dieses Banner in Richtung Paris.
Gegen den 1. FC Union Berlin präsentierten die Ultras des Effzeh dieses Banner in Richtung Paris.  © IMAGO / Moritz Müller

Die Geißböcke erwartet nach den jüngsten Vorfällen in Südfrankreich aber eine deutlich andere Hausnummer an Strafen und Sanktionen.

Schon am vergangenen Freitag veröffentlichte die UEFA eine Liste ihrer laufenden Ermittlungen. Wann der Klub rund um Geschäftsführer Christian Keller (43) aber mit einer Strafe rechnen kann, ist noch unklar.

Die Polizei Köln hat im Zuge der heftigen Ausschreitungen in Nizza nun ein Hinweisportal eingerichtet, in dem Augenzeugen Fotos und Videos hochladen können.

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Ziel der Aktion ist die schnelle Identifizierung der Chaoten, die rund eine halbe Stunde vor dem Anpfiff für Szenen gesorgt hatten, die in kein Fußballstadion gehören.

Rund eine halbe Stunde vor dem Anpfiff (18.45 Uhr) prügelten "Fans" des 1. FC Köln in brutaler Zusammenarbeit mit einigen Ultras von Paris-Saint-Germain auf Fans des OGC Nizza ein. "Diese Hirnverbrannten dürften in Zukunft nie, nie wieder in ein Fußballstadion - auch nicht in Köln", sagte Keller vor der Partie am RTL-Mikrofon.

Leider doch... Im Rahmen des gestrigen Heimspiels des 1. FC Köln gegen den 1. FC Union Berlin (0:1) entrollten einige Chaoten auf der Südkurve ein Banner mit der Aufschrift: "Quand t’entends Horde y‘a Supras qui va avec". Bedeutet so viel wie: "So lange es die Horde gibt, steht sie auch zu den Supras." Supras ist die Ultra-Gruppierung der Pariser, die gegen Nizza ebenfalls die Fäuste fliegen ließen.

Titelfoto: Marton Monus/dpa

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