Berlin - In Bremen hat er keine Zukunft mehr, dafür aber in Köpenick? Union Berlin soll seine Fühler nach Leonardo Bittencourt (32) ausgestreckt haben.
Die Eisernen konnten sich erst vor etwa zweieinhalb Wochen einen Eindruck aus nächster Nähe machen. Beim 1:4 an der Alten Försterei wurde Bittencourt zur Pause eingewechselt, riss das Spiel an sich und bereitete einen Treffer vor.
Unter Horst Steffen (57) war der Ex-Dortmunder noch außen vor, unter Daniel Thioune (51) aber blüht der Deutsch-Brasilianer wieder auf. Seine Erfahrung (gegen Wolfsburg feierte er sein 300. Bundesligaspiel) kann Werder Bremen im Abstiegskampf gut gebrauchen.
Zwar könne sich Bittencourt laut Deichstube einen Verbleib an der Weser vorstellen, die Werder-Bosse sollen sich hingegen nicht mehr umstimmen lassen. Die bereits verkündete Entscheidung bleibt bestehen: Bittencourt verlässt Bremen - nach sieben Jahren.
Eine Chance für Union? Die Eisernen sollen sich laut Deichstube für den ablösefreien Mittelfeldspieler interessieren, sind aber keineswegs frei von Konkurrenz. Demnach buhlen auch andere Bundesligisten, sowie Klubs aus dem Ausland um Bittencourt.
Union Berlin steht vor Umbruch
Klar ist: Union steht ein Umbruch bevor. Diogo Leite (27) und Danilho Doekhi (27) sind wohl kaum zu halten. Die beiden Leistungsträger dürften Union im Sommer ablösefrei verlassen. Sportlich weniger ins Gewicht fällt da schon Alex Kral (27). Der Tscheche sollte schon im Winter weg, dann aber platzte der Transfer doch noch überraschend. Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft ebenfalls im Sommer aus.
Seinen Platz könnte dann Bittencourt einnehmen, der neben der Erfahrung von 300 Bundesligaspielen noch eine andere Komponente erfüllt, die die Eisernen dringend benötigen: Kreativität.
Union fällt es schwer, sich überhaupt Chancen zu erspielen. Bittencourt (32 Tore, 36 Vorlagen) aber hat schon mehrfach bewiesen, dass er auch mal den letzten oder gar vorletzten Pass spielen kann.
Zeigt er seine Qualitäten in der neuen Saison dann im Stadion An der Alten Försterei?