Abwehr-Alarm bei Union: Stellt Baumgart jetzt auf Viererkette um?

Berlin - Nur ein Sieg aus den vergangenen zehn Spielen, die drittschlechteste Mannschaft der Rückrunde, nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang – es gab schon deutlich bessere Voraussetzungen vor dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg: Union Berlin ist nach den empfindlichen Pleiten gegen Gladbach und Bremen plötzlich wieder mittendrin im Abstiegskampf.

Steffen Baumgart (54) muss die Abwehr umbauen.  © Soeren Stache/dpa

Wollen die Eisernen nicht noch weiter unten reinrutschen, sind sie im Breisgau zum Punkten verdammt. Klar ist: Steffen Baumgart (54) wird sich was einfallen lassen müssen. Führt er die Viererkette wieder ein?

Eigentlich ist die Dreierkette bei Union fast schon Gesetz. Selbst Baumgart als Fan der Viererkette rückte davon, seit er bei den Eisernen anheuerte, schnell wieder ab. Personalprobleme könnten aber zum Umdenken führen.

Leopold Querfeld (22), der in dieser Saison noch keine Sekunde verpasst hat, sah gegen Bremen die fünfte Gelbe Karte. Der Österreicher kann in Freiburg nur zugucken. Ebenso wie Andras Schäfer nach seiner umstrittenen Roten Karte (zwei Spiele Sperre).

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Das Problem: Diogo Leite (27) fehlt weiterhin verletzt. Tom Rothe (21), in der Vorbereitung umgeschult, konnte zwar wieder trainieren, ein Einsatz dürfte aber zu früh kommen. Einen weiteren Innenverteidiger gibt der Kader nicht her. Zudem könnte auch Frederik Ronnöw (33) ausfallen. Der Stammkeeper brach am Mittwoch das Training ab.

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Leopold Querfeld (22, l.) fehlt in Freiburg gelbgesperrt.  © Fabian Strauch/dpa

Alex Kral oder Rani Khedira können in der Abwehr spielen

Entweder rückt dann am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) Alex Kral (27) eine Position weiter nach hinten in die Dreierkette, oder aber Baumgart stellt das System um. Auch Rani Khedira (32) könnte in der Abwehr spielen, wird aber wohl auf seiner angestammten Position gebraucht. Mit fünf Toren ist er gemeinsam mit Ilyas Ansah (21) Unions bester Torjäger.

Fest steht: Union muss den Laden wieder dichtkriegen – ob mit Vierer- oder Dreierkette. Das sonst so eiserne Bollwerk bröckelt gewaltig. In der Rückrunde haben die Eisernen schon 16 Gegentore schlucken müssen. Nur Wolfsburg (18) und Heidenheim (19) sind noch anfälliger.

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