Ex-Unioner verhilft Eisernen mit Blackout zum ersten Sieg des Jahres

Berlin - Befreiungsschlag geglückt: Union Berlin kann nach einem 1:0 (1:0)-Erfolg über Bayer Leverkusen aufatmen und den ersten Dreier des Jahres feiern. Ein Ex-Profi der Eisernen hat entscheidenden Anteil an dem Sieg.

Leverkusens Robert Andrich hat seinem Ex-Team unfreiwillig zum ersten Sieg im Jahr 2026 verholfen.  © Soeren Stache/dpa

Denn ausgerechnet Nationalspieler Robert Andrich hatte einen Blackout an alter Wirkungsstelle und verhalf seinem ehemaligen Team mit einem Gastgeschenk nach 28 Zeigerumdrehungen zur Führung und letztendlich zum Sieg.

Aljoscha Kemlein schickte Rani Khedira mit einem langen Schlag auf die Reise, der den Ex-Unioner im Laufduell düpierte und die Kugel zur Führung über Janis Blaswich in die Maschen lupfte. Es war Khediras fünfter Saisontreffer - persönlicher Rekord.

Die Hausherren starteten druckvoll und kamen schon nach zwei Minuten zu einer ersten Tormöglichkeit. In der zehnten Minute dann der erste Schreckmoment: Janik Haberer verletzte sich bei einem Foul selbst und musste durch Christopher Trimmel ersetzt werden.

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Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für die Gäste, die versuchten, ihr gepflegtes Kurzpassspiel aufzuziehen, dabei aber auch immer wieder an den schwierigen Platzverhältnissen scheiterten. Bis die Baumgart-Truppe mehr oder weniger aus dem Nichts das 1:0 erzielte.

Bis zur Pause gab es keine weiteren nennenswerten Aktionen mehr. Auch ein direkter Freistoß von Alejandro Grimaldo flog in der Nachspielzeit übers Tor, sodass es für die Eisernen mit einer verdienten Führung in die Kabinen ging.

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Die Eisernen feiern den Führungstreffer durch Rani Khedira (M.).  © Soeren Stache/dpa
Steffen Baumgart (2.v.l.) muss den verletzten Janik Haberer (2.v.r.) schon nach zehn Minuten auswechseln und bringt Christopher Trimmel (l.) ins Spiel.  © Soeren Stache/dpa

Union Berlin wehrt Sturmlauf von Bayer Leverkusen erfolgreich ab

Die Eisernen verteidigten die Führung in der zweiten Halbzeit aufopferungsvoll mit Mann und Maus.  © Soeren Stache/dpa

Mit Wiederanpfiff übernahm die Werkself die Initiative. Besonders der Ex-Herthaner Ibrahim Maza drehte jetzt richtig auf, stellte die Hintermannschaft des Hauptstadtklubs immer wieder vor Schwierigkeiten und zog gefährliche Freistöße für sein Team.

Die Gastgeber mussten jetzt ein ums andere Mal in der Defensive leiden, wurden von Bayer in der eigenen Hälfte eingeschnürt und verlagerten sich ausschließlich auf Konter. Eigene Ballbesitzphasen, in denen die Berliner durchatmen konnten, hatten Seltenheitswert.

Frederick Rönnow stand jetzt zunehmend im Mittelpunkt. Immer wieder fing der Union-Keeper gefährliche Flanken ab und bewahrte seine Vorderleute in der 75. Minute mit einer Fußparade vor dem Ausgleich durch Malik Tillman.

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In der Schlussphase warfen die Leverkusener noch einmal alles nach vorn und wollten unbedingt die erste Niederlage nach sieben Spielen verhindern. Joker Patrik Schick setzte seine Kopfbälle in der siebenminütigen Nachspielzeit aber aufs und neben das Tor, sodass der FCU nach langer Durststrecke einen hart erkämpften Sieg mit seinen Fans feiern durfte.

Patrik Schick (l.) ließ in der Nachspielzeit den Ausgleich liegen, sodass die Werkself am Ende mit leeren Händen dasteht.  © Soeren Stache/dpa

Statistik zum Spiel zwischen Union Berlin und Bayer Leverkusen

Bundesliga, 23. Spieltag

1. FC Union Berlin - Bayer Leverkusen 1:0 (1:0)

Aufstellung 1. FC Union Berlin: Rönnow - Doekhi, Querfeld, Nsoki - Haberer (11. Trimmel), Khedira, Kemlein, Köhn - Schäfer (85. Skarke), Jeong (71. Kral) - Ilic (86. Ansah)

Aufstellung Bayer Leverkusen: Blaswich - Badé (68. Jo. Hofmann), Andrich, Tapsoba - Arthur (61. Vazquez), García, Fernandez (61. Poku), Grimaldo - M. Tillman (81. Terrier), Maza - Kofane (61. Schick)

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Zuschauer: 22.012 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Khedira (28.)

Gelbe Karten: Nsoki (2), Haberer (7), Ilic (5), Querfeld (4), Rönnow (2) / Jo. Hofmann (3), Andrich (2)

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 23 85:21 60
2 Borussia Dortmund 23 49:22 52
3 TSG 1899 Hoffenheim 23 49:30 46
4 VfB Stuttgart 22 41:29 42
5 RB Leipzig 23 44:32 41
6 Bayer 04 Leverkusen 22 43:28 39
7 Eintracht Frankfurt 23 46:49 31
8 SC Freiburg 22 32:36 30
9 1. FC Union Berlin 23 29:37 28
10 FC Augsburg 23 28:41 28
11 Hamburger SV 22 25:32 26
12 1. FC Köln 23 33:39 24
13 1. FSV Mainz 05 23 26:38 22
14 Borussia Mönchengladbach 22 25:37 22
15 VfL Wolfsburg 23 33:49 20
16 SV Werder Bremen 22 22:42 19
17 FC St. Pauli 22 20:39 17
18 1. FC Heidenheim 22 19:48 13

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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