Fliegt Union jetzt der Diaz-Platzverweis um die Ohren? Heldt kritisiert Bayern-Bosse

Von Christian Johner

Berlin - Bayerns Ärger über den Platzverweis von Luis Díaz (29) schlägt hohe Wellen. Union Berlins Manager Horst Heldt (56) glaubt jetzt, dass die Köpenicker die Leidtragenden sein werden. Er befürchtet, dass die massive Kritik des Rekordmeisters das Duell der beiden Klubs am Wochenende beeinflussen wird.

Horst Heldt (56) befürchtet jetzt schon einen Nachteil für Union Berlin.  © Swen Pförtner/dpa

"Das nächste Schiedsrichtergespann beim nächsten Spiel - ja, Prost Mahlzeit - die haben es nicht einfach. Weil natürlich jede Situation ganz genau beäugt wird und begleitet wird. Und das ist nicht in Ordnung", sagte Heldt bei "Triple - der Hagedorn-Fußballtalk" bei Sky vor dem Auswärtsspiel der Köpenicker in München am Samstag (15.30 Uhr).

Der FC Bayern hatte gegen die Gelb-Rote Karte für Díaz in der Bundesliga-Partie bei Bayer Leverkusen Einspruch eingelegt. Dieser wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes aber zurückgewiesen. Der Kolumbianer fehlt damit gegen Union gesperrt.

Díaz hatte wegen einer vermeintlichen Schwalbe seine zweite Gelbe Karte der Partie gesehen. Im Nachgang übten die Bayern heftige Kritik an den Unparteiischen.

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Nichts zu machen: Schiri Christian Dingert (45, 2.v.r.) schickt Bayern-Star Luis Diaz (29, r.) vom Platz.  © Federico Gambarini/dpa

Uli Hoeneß wetterte gegen Schiedsrichter-Gespann

"Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe", schimpfte Ehrenpräsident Uli Hoeneß (74) bei "Bild". Und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen (58) forderte via Sky vom DFB, "das Niveau der Leistungen seiner Schiedsrichter zu verbessern".

Es habe einen "anderen Aufschlag, wenn sich die Bayern öffentlich zu solchen Themen äußern", sagte Heldt. Man werde der Leidtragende sein, so der 56-Jährige. "Es gibt immer Situationen, in denen sich Vereine über Entscheidungen aufregen. Aber das ist kein Vergleich."

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