Glück im Unglück? Union-Star darf nicht zur WM

Berlin - Aus und vorbei: Union Berlins Danilho Doekhi (27) wollte unbedingt für Suriname auflaufen und sich mit der Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft qualifizieren, daraus wurde aber nichts.

Danilho Doekhi (27, hinten rechts) hätte bei Suriname erneut mit Sheraldo Becker (31, hinten links) zusammengespielt.
Danilho Doekhi (27, hinten rechts) hätte bei Suriname erneut mit Sheraldo Becker (31, hinten links) zusammengespielt.  © Andreas Gora/dpa

Im Gegensatz zu seinem Vize-Kapitän Rani Khedira (32), der inzwischen zwei Länderspiele für Tunesien absolviert hat und auf einen Einsatz bei der anstehenden WM hoffen darf, ist der Traum für den 27-Jährigen endgültig geplatzt.

Der internationale Sportgerichtshof CAS hat nämlich dem Einspruch der FIFA stattgegeben und dem Innenverteidiger den Verbandswechsel untersagt, wie ESPN berichtete. Doekhi wollte eigentlich schon im Play-off-Spiel der Südamerikaner dabei sein, um für das WM-Ticket zu sorgen.

Das hat aber nicht geklappt, denn der CAS argumentierte, dass der Abwehrspieler, der zuletzt 2020 für die U21 seines Geburtslands Niederlande auflief, zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Besitz der Staatsbürgerschaft von Suriname gewesen ist.

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Ohne Doekhi, aber mit seinem ehemaligen FCU-Teamkameraden Sheraldo Becker (31), unterlag Suriname mit 1:2 gegen Bolivien und konnte sich somit nicht für die WM-Endrunde qualifizieren.

Keine schlechte Perspektive: Läuft Danilho Doekhi doch noch einmal für Oranje auf?

Durch den erfolgreichen Einspruch der FIFA bleibt Danilho Doekhi für die Niederlande spielberechtigt.
Durch den erfolgreichen Einspruch der FIFA bleibt Danilho Doekhi für die Niederlande spielberechtigt.  © Soeren Stache/dpa

Aber sein Pass-Problem könnte dem torgefährlichen Defensivspezialisten jetzt sogar zupasskommen, denn ohne den Verbandswechsel bleibt er natürlich für Oranje spielberechtigt und die könnten in Zukunft durchaus gute Innenverteidiger gebrauchen.

Mit Virgil van Dijk, Stefan de Vrij (beide 34) und Nathan Aké (31) ist das defensive Zentrum der holländischen Hintermannschaft ein wenig in die Jahre gekommen. Lediglich Micky van de Ven (24) und Jan Paul van Hecke (25) sind jünger als der Unioner.

Die Perspektive, doch noch für die niederländische A-Elf aufzulaufen, sieht also eigentlich gar nicht so schlecht aus, zumal das Kopfballungeheuer im Sommer den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen und bei einem Top-Klub anheuern will.

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Sollte er sich dort durchsetzen und auch auf dem internationalen Parkett, bestenfalls natürlich in der Champions League, eine gute Figur abgeben, dann könnte es gut möglich sein, dass Ronald Koeman (63) oder ein anderer zukünftiger Bondscoach doch noch bei Danilho Doekhi anruft.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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