Nach van den Bosch und Friedrich: Union Berlin macht nächsten Transfer klar
Berlin - Der nächste Neue bei Union Berlin ist ein alter Bekannter: Stanley Nsoki (27) wechselt offenbar jetzt doch fest an die Spree.
Schon im April vermeldete Transfer-Experte Florian Plettenberg, dass die Eisernen von ihrer Kaufoption Gebrauch machen werden. Passiert ist seitdem allerdings herzlich wenig.
Stattdessen schien der eigentlich schon sichere Transfer ins Wanken zu geraten. Der Grund: Neu-Coach Mauro Lustrinelli (50) und der wahrscheinliche Systemwechsel bei Union. War die Dreierkette die letzten Jahre so etwas wie Gesetz, könnten die Köpenicker in Zukunft wohl mit Viererkette spielen, dem favorisierten Lustrinelli-System.
Mit Danilho Doekhi und Diogo Leite (beide 27) haben zwar zwei absolute Leistungsträger der vergangenen Jahre den Klub verlassen, die Nachfolger sind jedoch schon da: Zeno van den Bosch (22) und Rückkehrer Marvin Friedrich (30).
Jetzt folgt der Nächste für die Abwehr: Auch Nsoki bleibt Union erhalten. Dem Kicker zufolge sind sich Hoffenheim und Union einig. Der Transfer steht damit unmittelbar vor dem Abschluss. Für 1,5 Millionen Euro wechselt Nskoi dauerhaft an die Spree.
Ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass die TSG einst 12 Millionen Euro auf den Tisch legte. Doch überzeugen konnte der Franzose im Kraichgau nie. Auch bei Union hatte der Verteidiger zunächst Startschwierigkeiten. Eine Verletzung bremste Nsoki bis Oktober aus. Erst im Dezember feierte der 27-Jährige sein Saisondebüt und belohnte sich gleich mit einem Tor.
Leihgabe Stanley Nsoki wechselt für 1,5 Millionen Euro zu Union Berlin
Es sollten jedoch nur noch zwölf weitere Bundesligaspiele folgen. Sein Problem: Als Vorgriff für den abwanderungswilligen Diogo Leite verpflichtet, sah er sich häufiger auf der Bank wieder als ihm wohl lieb war, weil Leite trotz der Gerüchte am Ende doch jedes Mal blieb.
Jetzt aber ist der Portugiese weg und die Abwehr bei Union hat einen neuen Anstrich verpasst bekommen - mit unter anderem Nsoki.
Titelfoto: Soeren Stache/dpa
