Nächster Winter-Abgang: Spricht Unions Puchacz hier von Abschied?

Berlin - Mit Tim Skarke (26) könnte der 1. FC Union Berlin den ersten Winter-Abgang verzeichnen. Doch der vom FC Schalke 04 umworbene Flügelflitzer dürfte womöglich nicht der einzige bleiben. Kaum hat Urs Fischer (56) seine Erfolgstruppe wieder zusammen, spricht Tymoteusz Puchacz (24) auch schon von Abschied.

Tymoteusz Puchacz (24, r.) hat bei Union auch nach seiner Rückkehr aus der Türkei einen schweren Stand.
Tymoteusz Puchacz (24, r.) hat bei Union auch nach seiner Rückkehr aus der Türkei einen schweren Stand.  © Andreas Gora/dpa

So lassen sich seine Aussagen zumindest deuten. "Ich zähle darauf, dass es in dem nächsten halben Jahr einen Platz geben wird, in dem ich regelmäßig spiele – so wie es vor einem Jahr war", erklärte der Pole in der Web-Show Food Truck. Zuerst hatte die B.Z. darüber berichtet.

Das lässt aufhorchen: Schon vergangenen Winter ließ sich der mit viel Vorschusslorbeeren an die Spree gekommene polnische EM-Fahrer zu Trabzonspor ausleihen.

In der Türkei wurde er sogar Meister, musste dann aber wieder zurück an die Spree. Eine Kaufoption besaß der türkische Spitzenklub nicht.

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"Ich kann nicht zwei Monate warten, bis ich eine Chance erhalte. Ich muss regelmäßig auf dem Platz stehen, um im Kader zu stehen", ließ der Linksverteidiger bereits im Mai verlauten.

Puchacz kommt aktuell nicht an Niko Gießelmann und Julian Ryerson vorbei

Viel geändert hat sich an seiner Situation aber nicht. Durfte Puchacz vergangene Hinrunde - wenn überhaupt - nur in der Conference League ran, stehen in dieser Saison erst drei Einsätze (jeweils einer in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Europa League) in seiner Vita.

Beim 2:0-Pokalsieg gegen Heidenheim feierte Puchacz sogar sein Tor-Debüt, saß danach aber wieder nur auf der Tribüne. Ein Gefühl, das er kennt. In den 15 Ligaspielen schaffte es der Linksfuß nur dreimal in den Kader. Auch deshalb verpasste der 24-Jährige die WM in Katar.

Die Konkurrenz ist mit Niko Gießelmann (31) und Julian Ryerson (25) zu groß. An keinen von beiden kommt Puchacz vorbei. So bleiben die Einsatzchancen weiter gering, obwohl Union auch in der Rückrunde auf drei Hochzeiten tanzt. Eine Trennung wäre da die logische Folge.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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