Startelf und Kaderplatz futsch: Steht dieser Union-Star vor dem Aus?
Berlin - Schon sein Start bei Union Berlin war ungünstig: Mit einer Muskelverletzung verpasste Stanley Nsoki (26) die ersten fünf Saisonspiele. Wieder fit, musste sich der Verteidiger lange gedulden. Erst Anfang Dezember, beim 1:3 in Wolfsburg, feierte der Abwehrspieler sein Saisondebüt inklusive Premierentreffer.
Die Hoffenheim-Leihgabe galt als Vorgriff für den abwanderungswilligen Diogo Leite (27). Sein Pech aber: Leite blieb in Berlin und Nsoki damit nur die Bank.
Der Portugiese dürfte Union ablösefrei am Saisonende verlassen, doch jetzt wackelt auch Nsokis Zukunft. Der Franzose fehlte beim Abstiegskracher gegen St. Pauli überraschend komplett im Kader - obwohl er sich zuvor einen Stammplatz erkämpft hatte.
"Stanley war meine Entscheidung. Es gibt Entscheidungen, die der Trainer trifft, zum Beispiel, wer im Kader und wer nicht im Kader ist", sagte Steffen Baumgart (54) auf der Pressekonferenz. "Ganz eindeutig, er war einsatzbereit. Meine Entscheidung war trotzdem, dass er nicht im Kader ist."
Heißt: Es war eine Leistungsentscheidung. Dass es aber nicht einmal - obwohl einsatzbereit - für einen Platz auf der Bank gereicht hat, ist ein eindeutiges Zeichen: Eine Weiterbeschäftigung dürfte schwer werden.
Union Berlin besitzt für Stanley Nsoki eine Kaufoption
Nsoki (12 Einsätze) profitierte zuletzt vor allem von der Verletzung von Leite, erkämpfte sich einen Stammplatz, leistete sich allerdings auch immer wieder Unkonzentriertheiten. Beim 0:4 in München nahm ihn Baumgart schon zur Pause runter. Jetzt folgte der nächste Denkzettel.
Hat der Innenverteidiger seine Zukunft schon verspielt? Union hat Nsoki nur bis Saisonende ausgeliehen, besitzt allerdings eine Kaufoption, die bei etwa drei Millionen Euro liegen soll. Schwer vorstellbar, dass die Eisernen diese auch ziehen werden.
Titelfoto: Swen Pförtner/dpa
