Torwart-Alarm bei Union: Patzen sich die Eisernen zum Klassenerhalt?
Berlin - Das Beste nach dem schwachen Auftritt in Leipzig: Die Ergebnisse im Keller. Weil St. Pauli auch beim Tabellenletzten Heidenheim verlor, beträgt Unions Abstand zum Relegationsrang weiter komfortable sechs Punkte plus das bessere Torverhältnis. Auf Wolfsburg, das noch gegen die Super-Bayern ranmuss, sind es sieben.
Weil auch die Wölfe nicht gewinnen konnten, ist Union Berlin trotz Niederlage dem Klassenerhalt wieder ein Stück näher. Mit einem Sieg aus den verbleibenden drei Spielen wären die Eisernen durch. Ein Punkt könnte auch schon reichen, selbst drei Niederlagen im Saisonfinale.
Gerade St. Pauli macht keine Anstalten, überhaupt noch ein Spiel in der Bundesliga zu gewinnen. Der letzte Dreier stammt von Ende Februar.
So sieht es im Schneckenrennen um den Klassenerhalt eher danach aus, dass am letzten Spieltag beim Abstiegskracher am Millerntor Wolfsburg und die Kiezkicker ausmachen, wer in der Relegation landet.
Bei Union wiederum, dem drittschlechtesten Rückrundenteam, das nun schon seit fünf Spielen auf einen Sieg wartet, dürfte man drei Kreuze machen, wenn die Saison endlich vorbei ist.
Der erhoffte Effekt nach dem Trainerin-Wechsel zu Marie-Louise Eta (34) ist bislang verpufft. Jetzt kommt neben der Offensivschwäche auch noch ein weiteres Problem hinzu: Vor dem Köln-Kracher herrscht Torwart-Alarm.
Rönnow verletzt, jetzt schlägt wieder die Stunde von Klaus
Stammkeeper Frederik Rönnow (33) fällt für den Rest der Saison aus. Der Däne musste schon nach einer halben Stunde ausgewechselt werden und steht den Eisernen wegen einer Adduktorenverletzung in den nächsten Wochen nicht mehr zur Verfügung.
Besonders bitter: Auch Matheo Raab (27), der beim bislang letzten Auswärtssieg sein sensationelles Debüt feierte und trotz Handverletzung weiterspielte, fehlt weiterhin verletzt. Heißt: Gegen Köln ist wieder die eigentliche Nummer drei Carl Klaus (32) gefordert.
An ihm lag es in Leipzig nicht. Bei seinem Bundesligadebüt mit 32 Jahren zeigte der "Spätzünder" eine starke Leistung, verhinderte weitere Gegentreffer. Jetzt wird er am Samstag wieder gebraucht.
Titelfoto: Jan Woitas/dpa
