Union Berlins Siegesserie reißt in Europa, aber der Traum vom Achtelfinale lebt

Amsterdam/Berlin Union Berlins unglaubliche Siegesserie ist in der Europa League gerissen - allerdings bleiben die Eisernen 2023 weiterhin ungeschlagen und dürfen mehr denn je vom Achtelfinale träumen.

Union-Coach Urs Fischer (56) hat sich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden gezeigt, aber mit der Chancenverwertung gehadert.
Union-Coach Urs Fischer (56) hat sich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden gezeigt, aber mit der Chancenverwertung gehadert.  © Matthias Koch/dpa

Denn die Köpenicker haben bei Ajax Amsterdam ein mehr als beachtliches 0:0 erzielt und den niederländischen Rekordmeister dabei in seine Schranken verwiesen.

Union war sogar die klar bessere Mannschaft, was umso erstaunlicher ist, wenn man bedenkt, dass der Verein vor vier Jahren noch in der 2. Bundesliga gekickt hat und gegen die Millionen-Truppe eines vierfachen Champions-League-Siegers antrat.

Klar, Ajax hatte wesentlich mehr Ballbesitz, allerdings konnten sie daraus herzlich wenig Gefahr erzeugen. Mehr als Halbchancen sprangen für die Hausherren gegen gewohnt kompakt auftretende Berliner nicht heraus.

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Und so zeigte sich auch Coach Urs Fischer (56) nach Spielschluss sehr zufrieden mit der Leistung seiner Truppe: "Kompliment an die Mannschaft, wie sie das über neunzig Minuten wirklich diszipliniert gespielt hat."

Mit einer Sache haderte der Schweizer dann allerdings doch, denn mit ein bisschen Glück oder vielleicht einem Hauch weniger Pech, hätte der Hauptstadtklub einen durchaus verdienten 1:0-Sieg aus Amsterdam entführen können.

Union Berlins Reisekader hat auch in Amsterdam für gute Stimmung gesorgt

Die mitgereisten Union-Fans feiern im Gästeblock der Johan-Cruyff-Arena eine Pyro-Party.
Die mitgereisten Union-Fans feiern im Gästeblock der Johan-Cruyff-Arena eine Pyro-Party.  © Peter Dejong/ap/dpa

Union Berlins Morten Thorsby im Doppelpech: "Hatten die eine oder andere Torchance"

Unions Morten Thorsby (26, r.) hätte sich in der zweiten Halbzeit zum "Man of the Match" krönen können.
Unions Morten Thorsby (26, r.) hätte sich in der zweiten Halbzeit zum "Man of the Match" krönen können.  © MAURICE VAN STEEN / ANP / AFP

"Wir hatten die eine oder andere Torchance, wo du am Ende ein Tor hättest erzielen müssen. Das ist leider nicht gelungen", monierte der 56-Jährige.

Dieses fehlende Glück oder Pech kann man in der Person von Morten Thorsby (26) zusammenfassen. Erst gab er in der 57. Minute den fliegenden Norweger in Holland, setzte seinen spektakulären Flugkopfball aber zu zentral, bevor der VAR neun Zeigerumdrehungen später seinen vermeintlichen Führungstreffer aberkannte, da bei der Ballannahme mit der Brust die Kugel den Arm des 26-Jährigen berührte.

Sei's drum, denn auch so ist das Ergebnis "sicherlich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel", wie Fischer feststellte, denn die Heimstärke der Eisernen ist bekannt - ob sich das auch bis nach Amsterdam herumgesprochen hat, wird sich am kommenden Donnerstag (21 Uhr/RTL) in der Alten Försterei zeigen.

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Zuvor steht für den FCU jedoch noch der "schnöde" Bundesliga-Alltag an, wenn am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) der Tabellenletzte Schalke 04 in der Wuhlheide gastiert.

Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass die zweite Reise in die Niederlande auch für die Fans schöner als die erste war und das bezieht sich nicht nur auf das Ergebnis, denn bei der 1:3-Pleite gegen Feyenoord Rotterdam machten die eisernen Schlachtenbummler auch unschöne Erlebnisse mit den hiesigen Ordnungshütern.

Davon war in Amsterdam keine Spur und so feierten die Union-Anhänger wieder einmal eine rauschende Party mit Dauergesang und Pyros im Gästeblock der ausverkauften Johan-Cruyff-Arena.

Titelfoto: MAURICE VAN STEEN / ANP / AFP, Peter Dejong/AP/dpa (Bildmontage)

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