Verletzung und Elfmeter! Droht Abschieds-Drama um Niklas Süle beim BVB?

Sinsheim - Wie bitter ist das eigentlich? Bei der unglaublichen 1:2-Auswärtspleite (0:1) bei der TSG Hoffenheim hat sich ein ganz böses Drama um Niklas Süle (30) ereignet. Der Innenverteidiger, der Borussia Dortmund am Ende der Saison verlassen muss, stand das erste Mal seit mehr als zwei Monaten in der Startelf. Dann verletzte er sich dann womöglich schwer, verursachte zudem dabei einen ganz umstrittenen Handelfmeter, bevor auch sein Kollege Julian Ryerson ein ähnliches Schicksal ereilte.

Niklas Süle (30) hält sich das verletzte linke Knie. Hat er durch eine mögliche Verletzung seine letzten BVB-Minuten in Hoffenheim gespielt?  © Imago / Jan Huebner

Andrej Kramarič schnappte sich daraufhin zweimal die Kugel und traf doppelt per Elfmeter zum 1:0 (42. Minute) und zum entscheidenden 2:1 (98.) für die Gastgeber. Den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte er eingewechselte Serhou Guirassy (87.) mit dem 1:1 erzielt.

Doch was war mit Süle passiert? In der 37. Minute verlor der BVB im Spielaufbau in der gegnerischen Hälfte den Ball. Hoffenheim schaltete ganz schnell um, Niklas Süle eilte gemeinsam mit seinen Kollegen schnell in den eigenen Sechzehner zurück.

Dort nahm das Drama dann seinen Lauf: Der 30-Jährige knickte ohne Gegner-Einwirkung mit dem linken Knie um. Er ging zu Boden, hatte bereits große Schmerzen und sah dann, wie Andrej Kramarić (34) den Ball aufs BVB-Tor schießen wollte. Süle drehte sich auf dem Rasen liegend weg, nahm dabei den linken Arm in einer natürlichen Bewegung nach oben, Kramarić traf den Arm mit dem Leder.

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Schiedsrichter Daniel Siebert (41) aus Berlin ließ zunächst weiterlaufen, doch dann meldete sich der VAR Benjamin Cortus (44) aus dem Kölner Keller zu Wort und schickte Siebert an den Fernseher, sich die Szene selbst anzuschauen.

Er traf die enorm harte Entscheidung: Elfmeter für Hoffenheim. Während Süle unter Tränen den Platz verließ, jubelten die Spieler der TSG über den Strafstoß, auch keine schöne Szene. Für Süle kam Ramy Bensebaini ins Spiel.

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Andrej Kramarić verwandelt den fälligen Elfmeter zur 1:0-Führung für die TSG Hoffenheim und trifft später erneut

Niklas Süle muss unter Tränen den Platz verlassen.  © IMAGO / HMB-Media

Trainer Niko Kovač (54) war an der Seitenlinie ebenfalls außer sich, konnte die Entscheidung des Unparteiischen nicht nachvollziehen. Er schüttelte mehrfach mit dem Kopf.

Den Hausherren war das egal, Andrej Kramarić schnappte sich die Kugel und verwandelte den Elfmeter in der 42. Minute sicher zur 1:0-Führung für die TSG Hoffenheim.

Unglaublich! In der zweiten Halbzeit spielte sich das ähnliche Drama noch einmal ab, nur dieses Mal glücklicherweise ohne Verletzung. Nach dem Ausgleich durch den eingewechselten Serhou Guirassy (87.) gab es in der 6. Minute der Nachspielzeit den nächsten Handelfmeter für Hoffenheim. Dieses Mal war Julian Ryerson der Übeltäter, auch dieses Mal drehte er sich vom Ball weg.

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Siebert wurde erneut an den Bildschirm geschickt, wieder zeigte der Berliner auf den Punkt und wieder schnappte sich Kramaric den Ball und traf zum 2:1-Sieg der Hoffenheimer.

Was für ein bescheidener Nachmittag für den BVB!

Statistik zum Spiel der TSG Hoffenheim gegen Borussia Dortmund

Bundesliga, 30. Spieltag:

TSG 1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund 2:1 (1:0)

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann - Kabak, Hajdari, Bernardo (71. Hranac) - Coufal, Avdullahu, Burger (60. Prömel), Touré (60. Prass) - Kramaric - Asllani, Lemperle (82. Moerstedt)

Borussia Dortmund: Kobel - Süle (42. Bensebaini), Anton, N. Schlotterbeck - Ryerson, Sabitzer (71. Inacio), Jo. Bellingham, Svensson (71. Brandt) - Beier, Chukwuemeka - F. Silva (60. Guirassy)

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Zuschauer: 30.150 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Kramaric (42./Handelfmeter), 1:1 Guirassy (87.), 2:1 Kramaric (90.+8/Handelfmeter)

Gelbe Karten: Burger (6), Prass (3) / N. Schlotterbeck (7), Ryerson (8), Inacio (1)

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 29 105:27 76
2 Borussia Dortmund 30 61:31 64
3 RB Leipzig 30 59:37 59
4 VfB Stuttgart 29 60:38 56
5 TSG 1899 Hoffenheim 30 59:44 54
6 Bayer 04 Leverkusen 30 60:41 52
7 Eintracht Frankfurt 30 55:57 42
8 SC Freiburg 29 42:47 40
9 FC Augsburg 30 38:54 36
10 1. FSV Mainz 05 29 35:44 33
11 1. FC Union Berlin 30 34:52 32
12 1. FC Köln 30 44:51 31
13 Hamburger SV 30 33:48 31
14 SV Werder Bremen 30 35:53 31
15 Borussia Mönchengladbach 29 35:49 30
16 FC St. Pauli 30 26:51 26
17 VfL Wolfsburg 30 41:66 24
18 1. FC Heidenheim 29 32:64 19

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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