Drei Spiele, drei Niederlagen: Bundesliga-Verein zieht die Reißleine
Mönchengladbach - Drei Spiele sind absolviert, schon zieht der erste Bundesliga-Verein die Reißleine. Bei Borussia Mönchengladbach traut man Eugen Polanski (40) nach drei Niederlagen in Serie keine Trendwende mehr zu. Der Coach muss gehen.
Zuerst berichteten Rheinische Post und der Kicker, dass sich der Klub einen Tag nach dem blamablen 0:5 beim SC Freiburg für einen personellen Neustart auf dem Cheftrainer-Posten entscheidet. Polanski soll seinen Rücktritt angeboten und der Verein die Entscheidung akzeptiert haben.
Am Sonntagvormittag bestätigte der Verein die Freistellung, auch Co-Trainer Tobias Trulsen (32) muss gehen.
Überraschend kommt das nicht, hatte Sportdirektor Rouven Schröder (50) am Samstagabend ein klares Bekenntnis zu Polanski vermieden.
Trotz einer guten Vorbereitung und positiver Ansätze ist es der Mannschaft in der Bundesliga nicht gelungen, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen“, begründete Schröder am Sonntag die Entscheidung in einer Vereinsmitteilung.
Zum Start in die neue Bundesliga-Spielzeit hatten die Gladbacher mit 0:3 gegen RB Leipzig verloren.
Beim 3:4 gegen die SV Elversberg hatten die Fohlen zwischenzeitlich 3:1 geführt. Unsäglich war dann am 3. Spieltag das Fiasko von Freiburg, bei dem zu allem Überfluss noch Kapitän Tim Kleindienst (31) die Gelb-Rote Karte sah.
Der Spielführer hatte in der Vorwoche die mangelnde Konzentration seiner Team-Kollegen kritisiert und diese dazu aufgefordert, weniger TikTok-Videos zu konsumieren. Diesmal kam er selbst den entscheidenden Schritt zu spät, erwies seiner Mannschaft damit einen Bärendienst.
In Unterzahl hatten die Gladbacher dem Freiburger Offensivdrang gar nix mehr entgegenzusetzen.
Jan-Moritz Liche oder ein neuer Coach? Wer wird Polanski-Nachfolger in Gladbach?
Der Polanski-Nachfolger steht noch nicht fest. Zunächst übernimmt Co-Trainer Jan-Moritz Lichte (46) das Team. Gut möglich, dass er in der kommenden Woche gegen den FSV Mainz 05 die Gladbacher Borussia betreut.
Danach steht eine längere Länderspielpause an, in der man Kontakt mit neuen Cheftrainern aufnehmen könnte. Mögliche Kandidaten wären Horst Steffen (57, zuletzt Werder Bremen) und Ole Werner (38, zuletzt RB Leipzig).
Kurioser Sidefact: In der Vorsaison musste Gladbachs Cheftrainer Gerardo Seoane (47) ebenfalls nach drei Spieltagen seinen Hut nehmen.
zuletzt aktualisiert: 11.20 Uhr
Titelfoto: David Inderlied/dpa

