Offiziell: Blessin soll Fohlen aus dem Tabellenkeller führen
Mönchengladbach - Die Fohlen haben auf der Suche nach einem neuen Trainer Nägel mit Köpfen gemacht: Alexander Blessin (53) soll den Sturzflug von Borussia Mönchengladbach stoppen.
Am Dienstag bestätigte das Bundesliga-Schlusslicht das, was am Vortag in den Medien durchgedrungen war. Blessin soll die Fohlen retten, erhält einen Vertrag über zwei Jahre.
Die Gladbacher hatten sich vor rund einer Woche nach drei sang- und klanglosen Niederlagen zum Saisonstart von Eugen Polanski (40) getrennt. Am Wochenende folgte unter Interimscoach Jan-Moritz Lichte (46) die vierte Pleite gegen Mainz (3:4).
Anschließend bestätigte Sportchef Rouven Schröder (50), dass man mit einem neuen Trainer schon eine "mündliche Vereinbarung erzielt" habe, der offizielle Vollzug folgte heute. Blessin soll am Mittwoch ab 13.30 Uhr offiziell vorgestellt werden.
Die ebenfalls gehandelten Übungsleiter Horst Steffen (57) sowie Christian Titz (55), der gerade erst bei Hannover entlassen worden war, hatte Schröder ausgeschlossen.
Blessin war zuletzt beim FC St. Pauli im Amt, wo sein Kontrakt eigentlich auch noch bis 2027 lief. Anscheinend haben die Vereine aber eine Lösung gefunden. Ob dabei eine Ablöse fällig wird, ist bislang nicht bekannt.
Alexander Blessin musste nach dem Abstieg des FC St. Pauli im Sommer seinen Hut nehmen
Der gebürtige Stuttgarter hatte die Kiezkicker im Sommer 2024 nach dem Aufstieg ins Oberhaus und dem Abgang von Vorgänger Fabian Hürzeler (33) zu Brighton & Hove Albion übernommen.
Blessin hielt mit den Hamburgern in seiner ersten Saison die Klasse. Ein Kunststück, das sich im zweiten Jahr dann nicht mehr wiederholen ließ.
Im Sommer trennten sich daher die Wege, Marcel Rapp (47) wurde an der Elbe mit der Mission Wiederaufstieg betraut.
Seitdem war Blessin, der sein Trainer-Handwerk in den Jugendabteilungen von RB Leipzig lernte und anschließend KV Oostende, den FC Genua sowie Royale Union Saint-Gilloise coachte, vereinslos.
Erstmeldung: 21. September, 13.32 Uhr, aktualisiert: 22. September, 14.20 Uhr
Titelfoto: Christian Charisius/dpa

