"Hütter raus" und ein beschädigter Köln-Bus: Gladbach-Fans lassen nach Derby-Pleite Dampf ab

Mönchengladbach - Ein Oster-Wochenende zum Vergessen! Nach der 1:3-Derby-Pleite gegen den 1. FC Köln herrschte bei den Fans von Borussia Mönchengladbach Frust und Ärger. Diesen zeigten sie auf unterschiedliche Art und Weise.

Der auf dem Gladbacher Vorhof stehende Kölner Mannschaftsbus erlitt ein paar Blessuren. Unter anderem wurde der linke Scheibenwischer abgerissen.
Der auf dem Gladbacher Vorhof stehende Kölner Mannschaftsbus erlitt ein paar Blessuren. Unter anderem wurde der linke Scheibenwischer abgerissen.  © Tom Jacob

Hunderte, wenn nicht sogar Tausende der 54.042 Zuschauer im Borussia Park strömten schon vor Abpfiff enttäuscht aus dem Stadion.

Dabei verpassten sie den 1:3-Ehrentreffer, den Breel Embolo (25) in der 85. Minute erzielte.

Alle anderen Anhänger, die bis zum Abpfiff ausharrten, quittierten die Leistung der eigenen Mannschaft mit einem Pfeifkonzert. Den Dialog mit der Nordkurve schenkten sich die Spieler. Für Cheftrainer Adi Hütter (52) gab es "Hütter raus"-Rufe.

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Während eine Vielzahl der Fans frustriert abzog, fanden sich mehr als 100 Ultras vor der Geschäftsstelle ein, um ihrem Ärger Dampf zu machen. Nach einem gewaltsamen Eindringen auf den Fuhrpark konnten die Fohlen-Bosse wie Vize-Präsident Rainer Bonhof (70) und ein paar Führungsspieler, unter anderem Kapitän Lars Stindl (33), die Anhänger beruhigen.

Bei dieser ganzen Aktion litt auch der Kölner Mannschaftsbus. Unter anderem wurde der linke Scheibenwischer abgerissen. Nach dem kurzen Intermezzo marschierten die Ultras dann in Begleitung der Polizei in den Sonnenuntergang.

Ultras von Borussia Mönchengladbach stürmen zur Geschäftsstelle

Fans strafen Spieler von Borussia Mönchengladbach als "Luftpumpen" ab

Vor der Begegnung heizten die Borussia-Fans ihrer Mannschaft ordentlich ein. Nach Abpfiff folgte ein gellendes Pfeifkonzert.
Vor der Begegnung heizten die Borussia-Fans ihrer Mannschaft ordentlich ein. Nach Abpfiff folgte ein gellendes Pfeifkonzert.  © picture alliance/dpa/Marius Becker

Tausende weitere Fans reagierten sich im Netz ab. Als "blamabel", "unterirdisch" oder "einfach schlecht" stempelten sie die Leistung ihrer Mannschaft ab.

Die Spieler wurden teilweise mit Synonymen wie "Luftpumpen" oder "überbezahlte Würstchen" abgestraft.

Dabei bekam auch Chefcoach Hütter erneut sein Fett weg. "Ein lebloser und konzeptloser Trainer" hieß es unter anderem in den Facebook-Kommentaren. Einige forderten gar den sofortigen Rücktritt des Österreichers.

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Das verlängerte Wochenende war somit bereits nach der Hälfte der Tage gelaufen. "Die verstehen schon, einem das ganze Osterfest zu versauen", schrieb ein Anhänger.

Für Gladbach stehen in der restlichen Spielzeit noch vier Partien an. Hoffnung auf Wiedergutmachung gibt es seitens der Fans nur wenig. Froh könne man dagegen sein, dass mit 37 Punkten der Klassenerhalt praktisch sicher ist.

Titelfoto: picture alliance/dpa/Marius Becker, Tom Jacob (Bildcollage)

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