Berlin - Mit viel "Wut im Bauch", wie Coach Alexander Schmidt im Vorfeld sagte, ist die BSG Chemie Leipzig am Samstagnachmittag zum Auswärtsspiel ins Preußenstadion zum RSV Eintracht gereist. Für gefühlsmäßig wenig Entlastung dürfte eine Szene gesorgt haben, die schon nach 19 Minuten passierte. Am Ende reichte es durch ein 1:1 (0:1) aber immerhin für einen Punkt.
Die Sachsen, eigentlich ganz gut im Spiel, mussten einen Angriff unterbinden. Marc Enke ging dabei aber etwas zu offensichtlich zu Werke, zupfte am Trikot von Nathanael Kukanda, sodass dieser nicht vor Marcel Bergmann an den Ball kam.
Schiedsrichter Julius Hanft (20) aus Berlin, für den es das erste Spiel als Unparteiischer in der Regionalliga war, hatte den Mut direkt die Rote Karte wegen Notbremse zu zücken. Eine harte, aber keinesfalls eine falsche Entscheidung, auch wenn das die Chemiker natürlich anders sahen.
70 Minuten in Unterzahl bei einem spielstarken Aufsteiger war natürlich eine extrem undankbare Aufgabe für Grün-Weiß.
Die Gäste verteidigten entsprechend tief. Das half, weil der RSV dadurch nur selten durch die Reihen kam und hinten immer wieder aufpassen musste, dass die Leipziger nicht doch einen Konter setzen.
Es sah nach einem torlosen Remis zur Halbzeit aus. Doch dann kam Philipp Wendt - und wie! Aus 28 Metern setzte er einen direkten Freistoß traumhaft schön rechts oben unter die Latte. Das erste Tor für die Chemiker in der neuen Saison, 1:0 (45.+2).
RSV Eintracht schießt gegen Chemie Leipzig kurz nach Wiederbeginn den Ausgleich
Der Matchplan der Sachsen war nun klar: Das Ergebnis in Unterzahl möglichst halten. Das klappte allerdings genau sechs Minuten lang. Dann kam Kukanda nach einer Flanke von links im Strafraum an den Ball und zog ab. Bergmann ging zu schnell in die Knie, sodass die Kugel unter der Latte einschlug - 1:1 (51.).
Alles wieder auf Anfang gestellt also, nur dass die Gäste nach wie vor zu zehnt agieren mussten.
Auf dem Platz änderte das aber nichts. Es war ein umkämpfte Begegnung. Chemie machte, wie schon in den ersten drei Spielen zuvor, kein wirklich schlechtes Spiel und musste trotzdem zittern, wieder mit leeren Händen zu gehen.
Besonders in den letzten 20 Minuten wurde der Druck der Gastgeber immer größer. Alle Spieler - bis auf den RSV-Torhüter - waren stetig in der Hälfte der Grün-Weißen. Fußballerisch war das absolut kein Leckerbissen, aber Chemie wollte wenigstens unbedingt den Punkt absichern.
In der 85. Minute hatten die Gäste aber richtig Glück. Nach einer tollen Kombination setzte Endi Jupolli den Ball an den rechten Pfosten. Das war allerdings die letzte große Chance der Partie.
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
Chemnitzer FC | 3 | 10:1 | 9 | |
| 2 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 3 | 11:2 | 7 | |
| 3 |
|
Greifswalder FC | 4 | 10:6 | 7 | |
| 4 |
|
FC Erzgebirge Aue | 3 | 8:5 | 7 | |
| 5 |
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1. FC Lokomotive Leipzig | 4 | 9:7 | 7 | |
| 6 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 3 | 6:2 | 6 | |
| 7 |
|
VSG Altglienicke | 3 | 8:6 | 5 | |
| 8 |
|
Hallescher FC | 3 | 4:3 | 5 | |
| 9 |
|
RSV Eintracht 1949 | 4 | 5:6 | 5 | |
| 10 |
|
1. FC Magdeburg II | 3 | 8:5 | 4 | |
| 11 |
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SV Babelsberg 03 | 3 | 4:3 | 4 | |
| 12 |
|
BFC Dynamo | 3 | 5:7 | 3 | |
| 13 |
|
FSV Zwickau | 3 | 3:7 | 3 | |
| 14 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 4 | 4:9 | 3 | |
| 15 |
|
Hertha BSC II | 3 | 3:9 | 3 | |
| 16 |
|
Tasmania Berlin | 4 | 4:15 | 3 | |
| 17 |
|
BFC Preussen | 3 | 2:6 | 1 | |
| 18 |
|
BSG Chemie Leipzig | 4 | 1:6 | 1 | |
Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.